Bald ist es so weit: Der Wahlkampf um das Zwieseler Bürgermeisteramt findet am Sonntag sein Ende. Gegen das jetzige Stadtoberhaupt, Franz Xaver Steininger, treten zwei Gegenkandidatinnen an: Elisabeth Pfeffer (CSU) und die als Entertainerin bekannte Gloria Gray.

Was viele Bürger außer dem Ausgang der Wahl interessiert, ist, ob denn die außertourlichen Bürgermeisterwahlen in Zwiesel demnächst doch wieder mit den regulären Wahlen des Stadtrates zusammengelegt werden könnten. Nachdem der Vorgänger von Steininger, Robert Zettner, krankheitsbedingt aus seinem Amt ausgeschieden war, fand nämlich bereits 2011 die nächste Wahl statt. Dieses Jahr ist die zweite außertourliche Bürgermeisterwahl. Und vielleicht die letzte?

Dazu müsste der Sieger jedoch freiwillig seine Amtszeit verkürzen und bereits 2020 zur Wiederwahl antreten. Der Viechtacher Anzeiger hat bei den Kandidaten nachgefragt, wie sie dazu stehen.

Für Pfeffer wäre eine verkürzte Amtszeit durchaus denkbar: „Der entscheidende Vorteil wäre, dass dann endlich Ruhe in die Stadtpolitik einkehren würde. Derzeit ist in Zwiesel gefühlt immer Wahlkampf.“ Außerdem sei ein positiver Nebeneffekt, dass bei nur einer Wahl Kosten gespart würden.

Auch Gray hat den festen Entschluss gefasst: Sollte sie die Wahl gewinnen, wird sie sich 2020 der Wiederwahl stellen. Neben Kostengründen findet sie, dass eine Zwischenbilanz über die Arbeit des Bürgermeisters positiv wäre. Sei diese gut und die Bürger zufrieden, könne man sich getrost auch schon früher der Wiederwahl stellen.

Anders denkt der jetzige Amtsinhaber Franz Xaver Steininger: Er beschäftige sich nicht damit, weil die zwei Gegenkandidatinnen dies in ihrem Wahlprogramm haben und er auf deren Themen nicht eingehe. „Das Thema wird bei jeder Wahl von Kandidaten aufgegriffen und damit versucht, Wählerstimmen einzufangen“, sagt er.

Bis Sonntag um 18 Uhr kann gewählt werden, dann wird sich zeigen, wer die nächsten sechs – vielleicht auch nur vier Jahre - Stadtoberhaupt von Zwiesel ist.

Mehr zum Thema lesen Sie auf idowa+.