Wörth an der Donau Lkw-Unfall auf A3: Fahrer war durch Handy abgelenkt

Im Stau auf der A3 hat sich am Mittwoch ein weiterer schwerer Unfall ereignet. Foto: Franz Nopper

Am Mittwochmorgen kam es auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Wörth an der Donau und Rosenhof innerhalb kurzer Zeit zu zwei schweren Unfällen. Mittlerweile wurde bekannt: Einer der Unfallverursacher war offenbar durch sein Handy abgelenkt. 

Wie berichtet ereignete sich der erste Unfall gegen 8.20 Uhr in Fahrtrichtung Nürnberg: Ein ungarischer Sattelzug-Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Lastwagen und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei kippte der Sattelzug um. Der 62-jährige Fahrer wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, seine Verletzungen stellten sich aber zum Glück als nicht so schwer heraus. Laut den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatte der Mann wohl aufgrund einer Erkrankung die Kontrolle über seinen Lkw verloren. 

Während der Bergung des Lastwagens kam es auf der A3 zu einem längeren Rückstau - und einem weiteren Unfall. Gegen 9.55 Uhr fuhr ein 40-jähriger Rumäne mit seinem Lastwagen auf einen vorausfahrenden Tieflader auf. Wie mittlerweile bekannt wurde, hatte er sich auf seinem Handy einen Film angesehen und war deswegen abgelenkt gewesen. Der 40-Jährige wurde bei dem Unfall eingeklemmt und schwer verletzt - auch während der Bergung hielt er laut Polizei sein Mobiltelefon noch in der Hand. Anschließend wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. 

Auch nach dem Unfall hatte die Polizei noch mit uneinsichtigen Fahrerin zu kämpfen: Zwei Gaffer wurden von den Beamten angehalten und zur Rechenschaft gezogen. Zunächst verlangsamte ein ungarischer Gefahrgut-Transporter seine Geschwindigkeit, um mit seinem Handy Fotos von der Unfallstelle zu machen. Daraufhin hielten ihn die Beamten zu einer Kontrolle an. Da dabei auch noch Verstöße nach dem Gefahrgutrecht festgestellt wurden, muss der Ungar bzw. sein Unternehmen mit einem Bußgeld in Höhe von 1.100 Euro rechnen. Kurz darauf wurde auch ein rumänischer Sattelzugfahrer angehalten, der mit seinem Handy fotografiert hatte. Auch er wurde von den Beamten zur Kasse gebeten. 

Ebenfalls ernüchternd: Auch bei diesen beiden Unfällen funktionierte die Bildung der Rettungsgasse alles andere als optimal. Die Feuerwehr und die Autobahnmeisterei hatten wieder Probleme, an den Einsatzort zu kommen. Die Polizei weist deswegen erneut daraufhin, dass bei Unfällen mit Verletzten jede Minute zählt. Zudem ist die Bildung einer Rettungsgasse auch im Sinn der betroffenen Autofahrer. Denn je schneller die Beamten an die Einsatzstelle gelangen, umso schneller kann sie auch wieder für den Verkehr freigegeben werden. In diesem Fall lösten sich die Stauungen so erst am späten Nachmittag endgültig auf. 

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading