Von außen ist am Sonntagmittag nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Der Blick hinab ins Donautal ist so traumhaft wie eh und je, die Sonne lacht, im menschenleeren Innenhof des Schlosses gurren und scharren Tauben. Man hört, dass man nichts hört: Stille, Idylle. Doch das täuscht, gewaltig sogar. Hinter den Wänden und Fenstern, im Pflegeheim Pro Seniore, ist die Lage ernst. Sehr ernst. Das Coronavirus wütet, es hat die Einrichtung mit einer Wucht erfasst, die so kaum vorherzusehen war.