Die Bamberger Grünen-Abgeordnete Lisa Badum fährt nach Glasgow. Für sie ist es die vierte Konferenz. Und sie weiß, wie die Mega-Foren laufen.

Wenn die Welt gerettet wird, geschieht das zumeist in grauen Kongresshallen. So ist es auch dieses Mal im schottischen Glasgow, so war es davor in Madrid und Kattowitz. Der Blick der Weltöffentlichkeit richtet sich nur auf den Klimagipfel, wenn die Staats- und Regierungschefs für ein, zwei Tage anrauschen.

Wenig bekannt ist hingegen, dass sich diese Treffen meist knapp zwei Wochen hinziehen. Es versammeln sich Zehntausende Teilnehmer aus aller Herren Länder - Mächtige und Ohnmächtige - die zusammen darum ringen, dass die Erde nicht überhitzt. Da sind die Vertreter der indigenen Völker aus dem Regenwald, die Minister von Inselstaaten, die es vielleicht in wenigen Jahrzehnten nicht mehr geben wird und der Wirtschaftsboss, dessen Unternehmen grün werden will.

Sie kommen zusammen in großen und in kleinen Foren auf dem Messegelände, aber auch abseits davon in den gastgebenden Städten in zu engen Räumen oder den Kneipen. Sie diskutieren, reden sich die Köpfe heiß, schreiben Resolutionen und hoffen auf den Willen der Chefs der Industrieländer. Denn von Letzteren hängt es ab, ob die Mission gelingt.