Vor dem Arbeitsrichter Was machen Sie eigentlich?

Ein städtischer Angestellter wollte vor dem Arbeitsgericht rückwirkend eine Beförderung einklagen - und ist gescheitert. Foto: Henning Kaiser/dpa

"Und jetzt geht's los. Ich weiß noch nicht einmal, was sie machen", sagt Richter Veit Zitzmann zum Kläger am Donnerstagmorgen. "Ich habe noch nie eine so dünne Eingruppierungsklage vor mir gehabt", fügt er hinzu und hebt das Papiergeheft wie zum Beweis hoch. Bereits im Oktober hatten sich der städtische Angestellte als Kläger und Bürgermeisterin Karin Bucher mit Personalchef André Schille vor dem Arbeitsgericht in Cham getroffen. Damals scheiterte eine gütliche Einigung an der Prinzipienreiterei des Klägers.

Ihm gehe es am allerwenigsten ums Geld, so der Kläger. Das würde er sowieso spenden, er wollte sich zum Abschied in den Ruhestand einfach seine Hochgruppierung erstreiten. Aus Prinzip. Dafür hätte er jedoch nachweisen müssen, dass sein Aufgabengebiet neben "vielseitigen und umfassenden Sachkenntnissen" auch eine "selbstständige Leistung zu 50 Prozent" erfordert. "Dazu finde ich in ihrer Stellungnahme nichts", bedauert Zitzmann und erklärt gebetsmühlenartig, dass es nicht Aufgabe des Vorsitzenden sei, den Papierwust des Klägers auf stichhaltige positive Argumente zu durchforsten: "Ich hob eh scho g'schaut ..."

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