Bayerischer Defiliermarsch, klare politische Ansagen, stehende Ovationen am Ende: Wer der Ansicht ist, Politiker könnten die Bürger heutzutage nicht mehr begeistern, der wurde bei der Rede von Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag auf dem Volksfest eines Besseren belehrt. In einer etwa einstündigen Rede vor rund 2000 Zuhörern in der vollen Stadthalle ging der CSU-Politiker vor allem auf die aktuellen Auseinandersetzungen in der Asylpolitik ein. Seine Kernaussage dabei: "Wir helfen Anderen gern, aber wir dürfen darüber nicht die eigene Bevölkerung vergessen." Der Staat müsse außerdem geltendes Recht wieder durchsetzen.

Es sind politisch turbulente Zeiten, die momentan die Republik bewegen und Angela Merkels lange alternativlos scheinende Kanzlerschaft erstmals ernsthaft in Gefahr brachten. Die politisch aus Sicht der CSU nicht gelösten Fragen der Asylpolitik rücken vor allem seit dem Tod mehrerer Jugendlicher mit Asylbewerbern als jeweiligen Tatverdächtigen immer weiter in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung, die zuletzt sogar CDU und CSU entzweite. Innenminister Horst Seehofer möchte Menschen, die bereits in einem anderen Land einen Asylantrag gestellt haben, im Rahmen einer nationalen Lösung gar nicht erst nach Deutschland einreisen lassen, die Kanzlerin setzt auf eine europäische Lösung, für die am Sonntag ein Gipfel stattfand.

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