Versammlungen in Regensburg

Über 2.000 Teilnehmer bei Demonstrationszug


Mehrere Proteste fanden am Samstag in Regensburg statt (Symbolbild).

Mehrere Proteste fanden am Samstag in Regensburg statt (Symbolbild).

Von Redaktion idowa

In Regensburg haben am Samstag gleich mehrere Versammlungen stattgefunden. Dabei mussten drei Personen, die einen Demonstrationszug stören versuchten, in Gewahrsam genommen. Eine weitere griff Einsatzkräfte an - Polizisten nahmen sie fest.

Insgesamt wurden in Regensburg fünf Veranstaltungen vorab angemeldet. Die erste stationäre Versammlung fand zwischen 14.30 und 16 Uhr am Dultplatz unter dem Motto "Keinen Meter für Verschwörungsideologien und Rechte" statt. An der Spitze nahmen laut Polizei etwa 350 Menschen an der Veranstaltung teil. Es kam zu keinen Störungen.

Ab 15 Uhr bewegte sich ein Demonstrationszug durch Regensburg. Er stand unter dem Motto "Für eine freie Impfentscheidung". Nach Angaben der Polizei startete der Zug am Dultplatz und ging über die Oberpfalzbrücke in östliche Richtung und kehrte anschließend über die Frankenstraße wieder zum Ausgangsort zurück. Zeitweise nahmen bis zu 2.300 Menschen an dem Protest teil. Der Aufzug hatte eine Länge von knapp einem Kilometer und führte zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei erinnerte unter anderem mit Durchsagen an den vorgeschriebenen Mindestabstand, die Teilnehmer hielten sich aber an die Vorschriften. Weil Teilnehmer zwei Hunde bei der Demo dabei hatten und das gegen die Versammlungsbeschränkungen verstößt, erhielten sie eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. Die Polizei hatte neben Kommunikationsbeamten auch eine Drohne im Einsatz.

Während des Zuges versuchten mehrere Personen, den Demonstrationszug durch Blockadeaktionen zu stören. Die Einsatzkräfte verhinderten das aber. Dabei wurden drei Personen in Gewahrsam genommen. Als die Polizisten die drei zur Wache brachten, fand vor der Polizeiinspektion Regensburg Süd eine Spontanversammlung statt. Sie endete, als die drei Personen wieder aus dem Gewahrsam entlassen wurden. Ein weiterer Gegendemonstrant hatte eine Schutzbekleidung bei sich, womit er gegen das Versammlungsgesetz verstieß.

Eine weitere Person beleidigte und attackierte nach den Versammlungen mehrfach Einsatzkräfte und wurde deswegen festgenommen. Informationen der dpa zufolge handelte es sich bei der Person um einen Gegendemonstranten.