Umweltschutz Grüne Weihnachten – 15. Dezember 2017

Passen Umweltschutz und Weihnachten zusammen? Ja. Im zweiten Teil der Serie „Sophias MUT“ erfährst du, wie. Unsere Tipps kannst du leicht umsetzen: Zum Beispiel mit dem Papier einer alten Freistunde-Ausgabe.

Am Fest der Liebe will man anderen und sich selbst etwas Gutes tun. Während du deiner Familie, deinen Freunden und dir in der „staden Zeit“ eine Freude machst, kannst du das auch für die Umwelt tun. Wie? So:

Umweltfreundlich einpacken

Geschenkpapier und Schleifen sehen schön aus, klar. Aber nach dem Auspacken ist der Müllberg groß. Dann ist das Geschenkpapier nicht mehr schön. Warum packst du deine Geschenke dieses Jahr nicht in Zeitungspapier? Zum Beispiel in die Freistunde, die du gerade in der Hand hältst. Aus Zeitungspapier kannst du auch kleine Tüten basteln. Für eine Anleitung scann’ einfach den QR-Code, der zur Pinterest-Pinnwand von „Sophias MUT“ führt. Ein Ersatz für Geschenkpapier sind schöne Boxen, die man später wiederverwenden kann.

Deko aus Zeitungspapier

Oder du bastelst Weihnachtsdeko aus Zeitungspapier. So ein Stern (unten) eignet sich auch gut als kleines Geschenk und geht ganz einfach. Du brauchst acht Rechtecke, jeweils doppelt so lang wie breit. Beim Stern unten sind es sechs mal drei Zentimeter. Die Rechtecke faltest du alle an der langen Seite zur Hälfte. An der offenen Seite knickst du die Ecken links und rechts nach unten auf die geschlossene Kante. Die zwei entstandenen Spitzen faltest du dann aufeinander. Jetzt hältst du ein Stück an der Spitze fest. Stecke dann die zwei Spitzen des nächsten Teils in die beiden äußeren Laschen an der kurzen Seite. Das machst du, bis alle acht Teile miteinander verbunden sind. Dann fädelst du nur noch einen Faden durch den Stern und fertig. Natürlich kannst du ihn noch anmalen oder in der Größe variieren.

Für den großen Papier-Stern verwendest du am besten alte Zeitschriften. Schneide zuerst sechs Quadrate aus. Falte sie zweimal diagonal in der Mitte zu einem Dreieck. Auf der offenen kurzen Seite schneidest du mit der Schere drei Streifen parallel zur langen Seite ein. Den kürzesten vorne an der Spitze, einen längeren in der Mitte und den längsten an der langen Seite außen. Alle drei bis etwa einen Zentimeter vor den Schluss der geschlossenen Seite. Falte das Dreieck wieder zum Quadrat auf. Tackere die jeweils gegenüberliegenden Streifen des ersten Quadrats übereinander zusammen. Immer abwechselnd auf die eine und die andere Seite. Das machst du auch mit den restlichen fünf Quadraten. Wenn alle fertig sind, tackerst du die sechs Einzelteile zu einem großen Stern zusammen.

Alternativen zu Teelichtern

Kerzen gehören einfach zu Weihnachten. Aber Teelichter enthalten meist Paraffin. Das wird aus Erdöl gewonnen. Und sie stecken in Aluminium-Behältern, das später weggeschmissen wird. Nachhaltig ist das nicht. Eine Alternative: Bienenwachskerzen aus kleinen Imkereien aus der Region. Damit hilfst du auch den Bienen. Viele Christkindlmärkte haben einen Stand, an dem du Produkte von regionalen Imkern kaufen kannst. Und die honigfarbenen Kerzen verstärken das weihnachtliche Hygge-Gefühl.

Geschenke gebraucht kaufen

Muss es immer etwas Neues sein? Wahrscheinlich nicht. Auf Plattformen wie Ebay, Shpock, oder Kleiderkreisel entdeckst du Schätze, die sonst niemand hat. Suchen lohnt sich, dabei kannst du auch noch richtig Geld sparen. Es hilft, vorher nachzufragen, ob sich die Freunde etwas bestimmtes wünschen. So vermeidest du Fehlkäufe, die ungenutzt herumstehen. Rede mit deiner Familie, ob es wirklich jedes Jahr zehn verschiedene Geschenke sein müssen, oder ob eines reicht.

Lichterketten, die sich selbst aufladen

Wer vor dem Haus nicht auf künstliche Beleuchtung verzichten will, kann auf Solar-Lichter umsteigen. Da gibt es Lichterketten, ganze Bäume aus Lichtern, Kugeln, Sterne oder Eiszapfen. Und die laden sich von ganz allein wieder auf.

Alternativen zum Christbaum

In der Familie kann man sich überlegen, ob man sich einen Christbaum zulegt, der mehrere Jahre im Wohnzimmer stehen kann und wieder verstaut wird. Keinen aus Plastik, aber aus Eisen oder großen Ästen. Oder einen kleinen Baum in einem großen Topf.

Obwohl einen echten Baum wahrscheinlich nichts ersetzen kann. Wie wäre es daher mit einem bio-zertifizierten Baum? Bäume aus Plantagen haben oft eine hohe Pestizidbelastung. Eine andere Möglichkeit sind heimische Weihnachtsbäume aus Durchforstungen. Die Bäume müssen also sowieso aus dem Wald. Die sind vielleicht nicht so prachtvoll, aber nachhaltiger.

Alle Ideen und Anleitungen der aktuellen und aller vergangenen Serien findest du auf der Pinterest-Pinnwand von „Sophias MUT“: www.pinterest.de/sophiahaens/freistunde-pinnwand-sophias-mut/.

Fachliche Unterstützung: Bund Naturschutz in Bayern e.V.

 
 

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