Umfrage Das halten idowa-Leser von Warnstreiks an Unikliniken

Die Gewerkschaften fordern eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archiv/dpa

In der vergangenen Woche hat die Gewerkschaft Verdi wieder zu Warnstreiks an bayerischen Unikliniken, darunter auch in Regensburg, aufgerufen. Wir wollten von unseren Lesern wissen: Sind die Proteste nachvollziehbar oder kommen sie in Anbetracht der angespannten Corona-Lage zum falschen Zeitpunkt?

Bei unserer Umfrage, die am vergangenen Montag veröffentlicht wurde, haben bis dato 1.293 Nutzer abgestimmt (Stand: 29. November, 9.15 Uhr). 53 Prozent (683 Stimmen) der Menschen, die teilgenommen haben, finden, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt für die Streiks sei. Nur so würden die Mitarbeiter an den Unikliniken überhaupt wahrgenommen.

Für den Streik kein Verständnis hatten 40 Prozent (523 Stimmen) der Nutzer. Sie fanden, dass die Kliniken derzeit schon am Anschlag seien und es daher im Moment keine Arbeitsniederlegungen obendrauf bräuchte. Sieben Prozent (89 Stimmen) der Nutzer war der Streik gleichgültig oder sie wussten nicht einmal, dass an den bayerischen Unikliniken gestreikt wurde. 

Zustimmung auch auf Facebook

Auf Facebook äußerten viele Nutzer Verständnis für die Situation der streikenden Mitarbeiter. "Ich denke vielen geht es nicht zwangsläufig um die Bezahlung es geht im Haupttenor um die desolaten Arbeitsbedingungen", meint eine Kommentatorin. Ein anderer sagt dazu: "Jawohl...zeigt es den Herren, daß man vom Klatschen in die Hände nicht leben kann".

Ein Leser auf Facebook sieht die Verantwortung für die Situation in der Pflege nicht nur bei der Regierung, sondern unter anderem auch bei den Gewerkschaften selbst: "Was haben die Gewerkschaften die letzten 20 "Corona Monate" und die Jahre vorher gemacht um diese Übel zu verbessern? Was hat die Politik verbessert? Den Gewinn der Investoren! Was haben unsere zig Behörden unternommen? Die Bürger verfolgt und drangsaliert!" Nur wenige Facebook-Nutzer zweifeln den Kommentaren unter unseren Artikeln zufolge tatsächlich daran, dass der Warnstreik an bayerischen Unikliniken gerechtfertigt ist.

Update (12.35 Uhr): 

Mittlerweile haben sich die Beschäftigten im Tarifstreit mit der Tarifgemeinschaft deutschr Länder (TdL) geeinigt. Sie erhalten demnach ab Dezember 2022 2,8 Prozent mehr Gehalt und spätestens im März eine einmalige Corona-Sonderzahlung von 1.300 Euro. Mehr dazu lesen Sie hier: Länderbeschäftigte bekommen mehr Gehalt und Corona-Bonus

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