Türkische Gemeinde trauert Regensburger (34) unter den Opfern von Hanau

Die abscheuliche Tat von Hanau erschüttert das ganze Land. Dort hat ein 43-jähriger Mann am späten Mittwochabend zehn Menschen erschossen und anschließend sich selbst. Unter den Opfern ist auch ein 34-jähriger Regensburger mit türkischem Migrationshintergrund.

Der Todesschütze von Hanau hatte nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank eine "zutiefst rassistische Gesinnung". Das habe die Auswertung von Videobotschaften und einer Art Manifest auf dessen Internetseite ergeben, sagte Frank am Donnerstag in Karlsruhe. Neun der Todesopfer hatten einen Migrationshintergrund.

Unter den Todesopfern befindet sich auch ein 34-jähriger Regensburger. Das bestätigt ein Freund der Familie, Salih Altuner, gegenüber idowa: "Er war der Sohn einer Gastarbeiterfamilie. Sein Bruder lebt noch immer hier in Regensburg und arbeitet als Busfahrer." Der getötete 34-Jährige sei demnach erst vor drei Jahren nach Hanau gezogen, weil er sich dort beruflich selbstständig gemacht hatte. Altuner: "Unter den Opfern waren wohl fünf Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Wir stehen alle unter Schock." Altuner selbst ist seit vielen Jahren Herausgeber einer deutsch-türkischen Zeitschrift. Er sagt: "Ich habe gestern noch mit seinem Bruder telefoniert. Er hat nur geweint." 

Die religiöse Zeremonie für den 34-Jährigen soll in Regensburg stattfinden, danach soll der Leichnam in seine türkische Heimatstadt Çorum überführt werden. 

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