Trainerwechel in Kötzting Niebauer: "Für Ben tut es mir persönlich leid"

Sebastian Niebauer (rechts) hätte gerne mit Ben Penzkofer weitergearbeitet. Foto: Fabian Roßmann

Dass Ben Penzkofer nicht mehr Trainer des 1. FC Bad Kötzting ist, kam überraschend. Der Großteil der Mannschaft stand bis zuletzt hinter ihm und auch Sebastian Niebauer, der nun interimsweise übernimmt, hätte gerne mit ihm weitergearbeitet.

Es war ein regelrechter Paukenschlag am Sonntag. Der 1. FC Bad Kötzting hat sich trotz zuvor sechs Spielen ohne Niederlage und sieben Punkten aus den letzten drei Spielen von seinem Trainer Ben Penzkofer getrennt. Sportlich stehe man nicht so gut da wie vor der Saison erwartet, sagte Sportvorstand Wolfgang Fischer und behauptete gegenüber der Chamer Zeitung auch, dass sich vor allem die älteren Stammspieler, die schon länger im Verein seien, vom Trainer abgewandt hätten.

Große Teile der Mannschaft sind nach idowa-Informationen alles andere als glücklich mit der Entscheidung. "Mir war auch nichts bekannt, dass es innerhalb des Teams Unruhe gegen den Trainer gegeben hätte. Es gibt eine Gruppe, die voll hinter Ben gestanden ist und nach wie vor steht. Dass es bei 20 Spielern immer auch Unzufriedene gibt, ist das Normalste auf der Welt", sagt Sebastian Niebauer, der unter Penzkofer Co-Spielertrainer war und nun interimsweise übernimmt. Er findet die klare Haltung vieler Spieler auch gut: "Ich finde es charakterstark von Spielern, wenn sie sagen, dass sie mit der Entscheidung nicht zufrieden sind."

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Niebauer hat auch Mitgefühl mit Penzkofer: "Die Zusammenarbeit war immer okay und ich hätte gerne mit ihm weitergearbeitet. Vor allem persönlich tut es mir für ihn leid, weil er ein extrem engagierter Trainer ist, der viel Herzblut in die Aufgabe gesteckt hat. Er hat die Mannschaft, als er nach Kötzting kam, vor dem Abstieg in die Bezirksliga bewahrt. Ich hoffe, dass er mit etwas Abstand positiv auf die Zeit zurückblicken kann."

Auch Niebauer selbst hatte keine Ambitionen, auf den Cheftrainerposten zu rücken, schon ins Co-Trainer-Amt sei er "irgendwie reingerutscht." Seine Bedingung in den Gesprächen mit den Verantwortlichen sei auch gewesen, dass er maximal bis zur Winterpause übernimmt. Er hätte es lieber anders gehabt und mit Penzkofer weitergearbeitet. "Auf der anderen Seite müssen wir jetzt schauen, dass wir wieder Ruhe reinbringen und den Fokus schnell wieder auf das Sportliche lenken." Die neue Aufgabe gehe er dennoch mit "voller Motivation an. Ich versuche, aus der Situation das Beste für die Mannschaft zu machen."

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