Toter in Regen 52-Jähriger wurde enthauptet

, aktualisiert am 26.07.2021 - 16:20 Uhr
In einer Obdachlosenunterkunft in Regen starb vorige Woche ein 52-Jähriger. Foto: Bäumel

Dem 52-jährigen Bewohner einer Obdachlosenunterkunft in Regen ist der Kopf abgetrennt worden. Das Ergebnis der Obduktion des Mannes gab das Polizeipräsidium Niederbayern eine Woche nach der Tat bekannt.

Am vergangenen Dienstag obduzierten Rechtsmediziner in München den 52-Jährigen. Dem vorläufigen Untersuchungsergebnis zufolge, verstarb der 52-Jährige an einer Vielzahl lebensgefährlicher Stichverletzungen. Außerdem wurde dem Getöteten der Kopf abgetrennt. "Bisherigen Feststellungen zufolge dürfte dies post mortem geschehen sein", schreibt die Polizei. Abschließend habe dies jedoch im Rahmen der Obduktion nicht geklärt werden können.

Am Mittwoch haben die Ermittler den Tatort mittels 3D-Scan vermessen. Mit dem Verfahren können die örtlichen Gegebenheiten in einer räumlichen Darstellung gesichert werden. Weitere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf und Kriminalpolizeistation Deggendorf laufen noch. Hinweise auf eine politisch- oder religiös motivierte Tat ergaben sich bislang nicht. 

Bereits wenige Stunden nach der Tat hatte die Polizei einen 21-jährigen Verdächtigen festgenommen. Der Somalier wurde in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht. Er machte bisher keine Angaben zur Sache. Der 21-jährige Flüchtling sei in den vergangenen Monaten bereits durch Eigentumsdelikte und Körperverletzung aufgefallen und auch schon im Bezirkskrankenhaus gewesen, sagte der Polizeisprecher.

Der Regener Bürgermeister Andreas Kroner (SPD) kritisierte, dass die zuständigen Behörden die Stadt nicht über die Gefährlichkeit des Tatverdächtigen informiert hätten. "Nachdem er zum ersten Mal im Bezirkskrankenhaus war, wurde er einfach zu uns zurückgeschickt, ohne dass man uns gesagt hat, was mit ihm los ist. Das ist für mich untragbar."

Mehrere Menschen, darunter Flüchtlingshelfer und Mitarbeiter der örtlichen Tafel, hätten sich in Absprache mit der Stadt um die Bewohner der Obdachlosenunterkunft gekümmert, so Kroner: "Man mag sich nicht vorstellen, was da alles hätte passieren können. Das weckt Erinnerungen an den Fall Würzburg." Der Bürgermeister will nun einen Brief an das Innenministerium schreiben und Kontakt zum Bayerischen Städtetag aufnehmen, um in derartigen Fällen bessere Absprachen zwischen den Behörden anzuregen.

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