Tarifrunde IG Metall kündigt Fortsetzung der Warnstreiks an

Das Logo der IG Metall hängt über einer Bühne. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Mehr als 32.000 Metaller haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Freitag in Bayern an Warnstreiks beteiligt. In vielen Betrieben seien Spät- und Nachtschichten komplett ausgefallen. IG-Metall-Bezirksleiter Johann Horn sagte: "Wir werden die Warnstreiks in der kommenden Woche fortsetzen - und zwar so lange, bis die Menschen bekommen, was ihnen zusteht." Sie ließen sich bei den Tarifverhandlungen für das laufende Jahr "nicht mit einer Nullrunde abspeisen".

Der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann sagte in Frankfurt: "Bis Ostern die Unterschiede am Verhandlungstisch zu überwinden, ist mehr als sportlich." In den Bezirken Nordrhein-Westfalen und Küste hätten die fünften Verhandlungsrundem ohne nennenswerte Fortschritte stattgefunden. Die bayerischen Tarifparteien hatten sich Ende Februar nach der vierten Runde vertragt, ein neuer Termin steht noch aus.

In Bayern hatte die Gewerkschaft am Freitag Beschäftigte in 94 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen, darunter bei BMW in Dingolfing und Landshut. Horn sprach von einem "neuen Höhepunkt der Warnstreiks in Bayern". Bei Bosch in Bamberg seien 2700 Beschäftigte früher ins Wochenende gegangen. In Schweinfurt beendeten alle Schichten bei ZF, SKF, Schaeffler und Bosch Rexroth ihre Arbeit drei Stunden früher.

Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn oder bei Betrieben in der Krise eine entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit. Die Arbeitgeber bieten eine Nullrunde 2021 und noch unbezifferte Lohnerhöhungen 2022. Außerdem wollen sie bei schlechten Geschäftszahlen automatisch vom Tarifvertrag abrücken können.

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