Der Antrag auf Förderung des Löwengeheges im Tierpark ist im Bezirk nicht nur auf die lange Bank geschoben worden. Der Antrag ist vom Bezirk auch ohne Wissen der Bezirksräte abgelehnt worden. Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich, CSU, hat dem Verein der Freunde des Tiergartens Straubing schon am 9. Dezember eine Ablehnung geschickt, ohne dass der Bezirkstag entschieden hatte. Weil Bezirksräte aber beharrlich nachfragten, wann der Antrag endlich in ein Gremium komme, hat der Bezirk den Antrag und die bereits zurückgeschickten Unterlagen vom Verein zurückerbeten.

Auf Anfrage der Redaktion hatte Tiergartendirektor Wolfgang Peter gesagt, ihn überrasche, dass der Antrag noch einmal Thema sei, weil der Bezirk schon lange abgelehnt habe. Ein Bezirkssprecher erklärte dazu, der Antrag sei am 3. November in einer "nicht offiziellen Haushaltsberatung" abgelehnt worden. Belege für eine Abstimmung gibt es aber nicht. Etliche Bezirksräte sehen sich nun komplett überrumpelt.

Noch Anfang der Woche hatte FW-Bezirksrat Ludwig Waas gesagt: "Seit über sieben Monaten ist der Antrag da, und wir halten ihn bis heute noch nicht in der Hand." Um ihn endlich zu sehen, hatten ÖDP, FW, Linke und AfD eine Sondersitzung erreicht, während SPD und Grüne lieber in den kommenden Haushaltsberatungen beziehungsweise in regulärer Sitzung diskutieren wollten. Die Art der Ablehnung löst nun Empörung aus.