Straubing Nach Zugverspätung: Die Odyssee eines Rollstuhlfahrers

Eine Rampe für Rollstuhlfahrer aus einem Bahnwaggon. Viele Menschen mit Behinderungen brauchen dafür zusätzliche Unterstützung - doch ob das alles auch wirklich immer klappt, ist nicht gewiss, wie ein 35-jähriger Straubinger berichtet. (Symbolfoto) Foto: Arno Burgi/dpa

Bei seiner Geburt, einem Kaiserschnitt, hatte er Sauerstoffmangel. Schon sein ganzes Leben ist der heute 35-jährige Straubinger deshalb auf einen Rollstuhl angewiesen. Seine Selbstständigkeit ist für ihn ein hohes Gut, er arbeitet in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderungen und ist viel unterwegs. Am Sonntag, 13. September, jedoch hat er wieder gespürt, was es bedeutet, von anderen abhängig zu sein.

Der 35-Jährige genießt es, jedes Wochenende seine Freundin in Arrach zu besuchen. Alles organisiert er penibel vorab: Drei Tage vor Abfahrt meldet er sich bei der Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn an. "Denn ich brauche Einstiegs- und Umstiegshilfe." So auch an diesem Sonntag gegen 18.45 Uhr. Bereits um 18 Uhr war er am Bahnhof in Cham. "Das mache ich immer so, damit ja alles klappt." Ein Blick auf seine App zeigte da schon: Sein Alex-Zug zurück nach Straubing über Regensburg hat Verspätung.

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