Still ruht der See Kehrt Joachim Löw noch zurück?

Die Zukunft vom ehemaligen Bundestrainer Joachim Löw ist auch ein Jahr nach seinem Abschied vom DFB ungewiss. Foto: Swen Pförtner/dpa

Es war nur ein Witz, aber kein schlechter. "Willkommen auf Schalke!", schrieb ein Twitter-User am Montag mit großem Erfolg, "Joachim Löw ist neuer Chef-Trainer des S04 und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023." Der folgende Link, eigens fachgerecht simuliert, führte ins Nirgendwo.

Joachim Löw auf Schalke! In der 2. Liga! Das wäre vielleicht die größte Trainersensation gewesen, seit Jürgen Klopp von Borussia Dortmund zum FC Liverpool wechselte. Doch: Ein Jahr ist am Mittwoch die Rücktrittsankündigung des langjährigen Bundestrainers her - und getan hat sich seitdem nichts.

Bei Real und Barca war Löw im Gespräch

Anfangs, da lag der Name Löw noch bei jeder großen Ziehung mit im Hut. Bei Real Madrid wurde er gehandelt, als Nachfolger von Zinedine Zidane, oder beim FC Barcelona als Erbe von Ronald Koeman.

Gemacht haben es dann andere, und ohnehin war fraglich, ob Löw, der die Vorzüge der Freiheit durchaus zu schätzen weiß, sich überhaupt das stressige Tagesgeschäft antun würde.

"Es war klar für mich, dass ich im ersten halben Jahr gar nichts mache"

Neun Monate nach dem EM-Aus sind öffentliche Auftritte Löws ohnehin rar geworden. Nach emotionalen Abschieds-Interviews suchte der 62-Jährige die Ruhe, von der er vorher so oft gesprochen hatte. Immerhin sagte er zum Jahresende ein paar Sätze, die ihn im Gespräch halten: "Es war klar für mich, dass ich im ersten halben Jahr gar nichts mache. Nächstes Jahr werden wir weitersehen."

Zum Fußball zieht es Löw gelegentlich weiter hin. Erst am Wochenende sah er sich den Sieg seines Ex-Klubs VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach (3:2) an, Sichtungen des Stargastes sind auch aus Freiburg oder Berlin überliefert.

Fragen nach der Zukunft bleiben offen

Wartet Löw ab, bis das Richtige kommt? Wird er eher Bundesliga-Trainer, übernimmt er eine Nationalmannschaft - oder genießt er lieber das Leben? Diese Fragen bleiben vorerst offen.

Schließlich, berichtete Löw im November im grauen Mantel, gab es nach 15 Jahren "einiges zu verarbeiten. Das war nicht immer ganz so einfach nach einer so langen Reise, ich musste Abstand gewinnen." Langsam sei die Freude am Fußball jedoch zurück, was aber auch im März noch nicht dazu geführt hat, einen neuen Job anzunehmen.

Trainerstelle im Ausland scheint wahrscheinlicher

Anzunehmen ist, dass der Name Löw jenseits der Grenze noch verlockender klingt als in Deutschland, wo Taktik und Führung des Bundestrainers bei mehreren Turnieren zerrissen wurden.

Eine Rettungsmission wie bei Hertha BSC, zuletzt von der Bild-Zeitung ins Gespräch gebracht, wird er sich wohl eher nicht antun. Gerüchte über ein Engagement bei Fenerbahce Istanbul haben sich auch nicht verfestigt.

 
 
 

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