SSV Jahn Regensburg Achim Beierlorzer über die Hierarchie in der Mannschaft

Bei Ihrer Mannschaft hat man das Gefühl, dass es eine gewachsene Hierarchie gibt und Sie als Trainer gar nicht mehr so sehr eingreifen müssen. Ist das richtig?
Beierlorzer: Den ersten Teil kann ich völlig bestätigen, dass die Mannschaft eine gewachsene Mannschaft ist mit Spielern, die ihre Führungsqualitäten einbringen. Es gibt auch eine Altersstruktur, die anerkannt ist und die Mannschaft diszipliniert sich sehr gut selbst. Als Trainer kann man das aber nicht einfach laufen lassen, sondern muss es mitleben. Es ist wichtig, dass ich immer wieder in dieselbe Kerbe schlage wie es die Spieler glücklicherweise schon selbst tun. Wir hatten disziplintechnisch nie Probleme bisher und werden auch keine kriegen, davon bin ich völlig überzeugt. Wichtig ist, dass in dieser Disziplin die Leistungsorientierung enthalten ist. Dass jeder Spieler willig ist, sich weiterzuentwickeln und die 2. Liga auch als Chance sieht, persönlich den nächsten Schritt zu gehen. Das ist momentan intakt und wir dürfen das auch nicht verlieren.

Können Sie die Hierarchie innerhalb des Teams beschreiben?
Beierlorzer: Es gibt schon eine klare Struktur innerhalb der Mannschaft. Diejenigen, die in den vergangenen Jahren auf dem Platz vorangegangen sind, nehmen die Aufgabe, junge Spieler zu führen, an. Natürlich Marco Grüttner als Kapitän, aber auch andere wie Sebastian Nachreiner, Marvin Knoll, Philipp Pentke oder unsere beiden Sechser Marc Lais und Andi Geipl. Sehr gut ist, dass ich das als Trainer nicht vorgeben muss, sondern dass das aus der Mannschaft heraus kommt.

Markus Palionis hat vor der Saison sein Amt als Kapitän zur Verfügung gestellt. Wie bewerten Sie diesen Schritt?
Beierlorzer: Das spricht für Markus und seine Qualitäten als Führungsspieler. Er kam von einer schweren Verletzung und war noch nicht hundertprozentig fit. Er hat die Vorbereitung genutzt, um sich ranzuarbeiten. Er wird sowieso auch weiterhin Führungsarbeit leisten im Training und in der Kabine. Aber es ist ihm schon auch bewusst, dass ein Kapitän im Normalfall auch immer spielen sollte. Der Schritt war sehr umsichtig von Markus.

Und warum haben Sie sich für Marco Grüttner als Nachfolger entschieden?
Beierlorzer: Marco ist ein absoluter Führungsspieler. Das hat er vergangenes Jahr bewiesen und auch in den ersten Wochen, seit ich da bin, sofort gezeigt. Er hat in der Mannschaft einen sehr großen Rückhalt. Deshalb war es für mich eigentlich eine leichte Situation, weil bei Marco einfach alles gepasst hat.

Wie haben sich die Neuzugänge in der Hierarchie eingefunden?
Beierlorzer: Auch in diesem Punkt bin ich mit allen Neuzugängen sehr zufrieden. Da wurde sensibel Wert darauf gelegt, dass die Spieler uns sportlich helfen, dass sie aber auch als Persönlichkeiten zur Mannschaft passen, dass sie sich integrieren und dass sie den Weg des Jahn mitgehen. Das passt zu einhundert Prozent.

Speziell Sebastian Freis dürfte aufgrund seiner Erfahrung zum Kreis der Führungsspieler gehören.
Beierlorzer: Sebastian ist ein sehr erfahrener Spieler. Das haben wir auch ganz bewusst so gewählt, weil wir diese Erfahrung einfach brauchen. Jetzt müssen wir ihm noch ein bisschen Zeit geben, damit er körperlich und athletisch in einen Zustand kommt, wo er uns auch sportlich weiterhilft. Rein von der Persönlichkeit her hat er sich gleich so eingebracht, dass er Verantwortung und Führungsaufgaben übernimmt.

 
 

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