Schüsse auf der A93 Autodieb liefert sich wilde Verfolgungsjagd mit Polizei

, aktualisiert am 26.03.2019 - 08:04 Uhr
Die Polizei konnte den flüchtenden Autodieb schließlich auf der A93 bei Schwandorf stoppen. Foto: NEWS5/Pieknik

Spektakuläre Flucht auf der A93 bei Schwandorf: Dort verfolgte die Polizei einen mutmaßlichen Autodieb, der mit 200 Stundenkilometern über die Autobahn Richtung Regensburg raste. Als er nach dem Zusammenstoß mit dem Auto der Fahnder an der Mittelleitplanke liegen blieb, setzte der Mann seine Flucht zu Fuß fort. Erst nach mehreren Warnschüssen konnten die Fahnder ihn festnehmen. Die Autobahn musste vorübergehend gesperrt werden.

Die Polizei Sachsen hat am Montag gegen 22.30 Uhr mit der Fahndung nach einem gestohlenen BMW Touring begonnen. Mit diesem fuhr ein mutmaßlicher Autodieb auf der A93 von Hof in Richtung Regensburg. Etwa eine Dreiviertelstunde später entdeckten Fahnder der Verkehrspolizeiinspektion Weiden einen verdächtigen BMW, der mit über 200 Stundenkilometern in Richtung Regensburg fuhr und nahmen die Verfolgung auf. An der Anschlussstelle Schwandorf Mitte verließ der flüchtende BMW-Fahrer dann die Autobahn - dicht gefolgt von den Fahndern, die ihm signalisierten, dass er anhalten solle.

Der mutmaßliche Autodieb lenkte daraufhin das Fahrzeug wieder auf die Autobahnauffahrt und fuhr weiter in Richtung Regensburg. Bereits auf der Auffahrt versuchten die Fahnder, den Mann anzuhalten, wobei dieser mit dem BMW  gegen die Leitplanke krachte. Doch das hielt den Dieb nicht auf, er fuhr weiter auf die Autobahn. Dann wendete er plötzlich und wollte entgegen der Fahrtrichtung fahren. Die Beamten rammten daraufhin den BMW seitlich. Beide Autos kamen an der Mittelleitplanke zum Stehen.

Doch selbst dann war die Flucht des Tatverdächtigen laut Angaben der Polizei noch nicht zu Ende. Er sprang aus dem Wagen und rannte zu Fuß über die Gegenfahrbahn, unmittelbar gefolgt von den Beamten. Diese gaben mehrere Warnschüsse in die Luft ab. Das brachte den Autodieb schließlich dazu, aufzugeben. Die Polizisten nahmen den 39-Jährigen aus Ungarn fest. Er wehrte sich nicht dagegen.

Sowohl die Beamten als auch der Festgenommene wurden leicht verletzt. Der Tatverdächtige wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. An dem gestoppten BMW waren Kennzeichen aus dem Zulassungsbezirk Halle angebracht, die als gestohlen gemeldet sind. Die polizeilichen Ermittlungen übernahm noch in den Nachtstunden die Kriminalpolizeiinspektion Amberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Amberg. Die Autobahn musst in Richtung München in der Nacht gesperrt werden.

Die Ermittler bitten Autofahrer, die die Verfolgungsjagd mitbekommen haben oder gar gefährdet wurden, sich mit der Polizei unter der Tel.-Nr. 09621/890-0 in Verbindung zu setzen.

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