Sankt Englmar Rauhwuggerl vertreiben das Böse - und sorgen für neuen Besucherrekord

Die Jubiläumsrauhnacht in Sankt Englmar sprengte am Montagabend alle Rekorde: Fast 3.000 Besucher waren da. Foto: Melanie Haimerl

Wenn die Haberngoaß, der Dammer mit’m Hammer oder die Luzier mit ihrer Sichel durch Sankt Englmar ziehen, dann „beeeeebt“ das Bergdorf.

Am Montag haben die legendären Rauhwuggerl ihr Unwesen im Ort getrieben – und zwar bei der 20. Englmarer Rauhnacht des Wintersportvereins, der größten im Bayerischen Wald. Und darauf können die Organisatoren zu recht stolz sein, denn die Jubiläumsrauhnacht sprengte alle Rekorde: „Wir schätzen, dass zwischen 2.500 und 3.000 Besucher da waren“, sagt Karin Wurm von der Tourist-Info. „So viele waren es noch nie“, betont sie. Bereits um 19 Uhr war der Kirchplatz brechend voll. Bei deftigen Rauhnachtschmankerl ließen sich die Besucher aus nah und fern von der Tanzgruppe „Dance 4 You“ so richtig in Partystimmung versetzen und auch „DJ Schinken“ heizte mit seinen Hits so richtig ein.

Das erste Highlight des Abends war der Auftritt der Feuerkünstlerin „Johanna“, die mit ihrer – im wahrsten Sinne des Wortes – feurigen Show die Zuschauer begeisterte. Egal ob beim Feuerschlucken oder bei Jonglagen mit Feuerketten – es wurde dabei mehr als heiß auf der Bühne. Lautstark machten anschließend die Wolfsauslasser aus Sallitz und Sohl (Landkreis Regen) auf sich aufmerksam. Sie ließen ihre großen Glocken auf der Bühne erhallen: Zuerst langsam und etwas leiser, dann immer schneller und lauter bis es dann soweit war: Die Böllerschützen kündigten mit einem „Donnerhallen“ die Rauhwuggerl an, die vom Berg herab durch die Menschenmenge liefen. Mit ihren schaurigen Masken tanzten sie um das Lagerfeuer, um so die bösen Geister zu vertreiben, die zwischen Weihnachten und Heilig-Drei-König ihr Unwesen treiben.

Nicht nur die Zuschauer waren von der Rauhnacht begeistert, ebenso Bürgermeister Anton Piermeier zeigte sich sehr beeindruckt: „Ein Höhepunkt jagt den Nächsten.“ Und auch die Organisation verlief wieder reibungslos.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 30. Dezember, in der Bogener Zeitung und dem Straubinger Tagblatt.

 
 

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