Rote Raben Vilsbiburg Mit Feuer und Disziplin gegen die "Gummiwand" von Wiesbaden

 Foto: Andreas Geißer

Wiedergutmachung ist angesagt bei den Roten Raben. Nach den beiden schmerzhaften 2:3-Niederlagen beim Bundesliga-Derby in Straubing und beim Pokal-Viertelfinale in Suhl will das Team von Timo Lippuner in die Erfolgsspur zurückkehren.

Im Heimspiel gegen den Tabellenneunten VC Wiesbaden am Samstag (19 Uhr, Ballsporthalle) soll ein überzeugender Dreier her, wie der Cheftrainer unmissverständlich erklärt: „Gegen Wiesbaden ist eine Reaktion gefordert, da müssen wir liefern!“

Für die Vilsbiburgerinnen, aktuell auf Rang 7 gelistet, ist die Marschrichtung klar. Wollen sie den Anschluss nach oben halten, braucht es gegen den VCW die volle Punktzahl – zumal die folgenden Aufgaben wahrlich nicht von schlechten Eltern sind: Bis Weihnachten bekommen es die Raben noch mit dem aktuellen Top-Trio der Bundesliga zu tun: erst auswärts bei Spitzenreiter Potsdam, dann am Samstag, 14. Dezember, daheim gegen den Zweiten und amtierenden Meister Stuttgart, schließlich drei Tage vor Heiligabend beim Drittplatzierten Aachen.

Um gegen Wiesbaden bestens vorbereitet zu sein, haben die Raben unter der Woche höchst intensiv gearbeitet. „Viel Training und viel Analyse“ habe es gegeben, berichtet Timo Lippuner. Mit dem klaren Ziel, am Samstag das gesamte Potenzial abrufen zu können – und das über die gesamte Spieldauer, gerade auch in den entscheidenden Momenten. „Ich will“, so der Coach, „Feuer und Disziplin sehen!“

Diese Attribute werden umso mehr gefragt sein, als der Gegner nach einem stockenden Saisonstart inzwischen langsam in die Gänge gekommen ist. Nach vier Niederlagen zum Auftakt (in Straubing, gegen Potsdam, in Stuttgart und gegen Aachen) konnte Wiesbaden zuletzt in Suhl und gegen Erfurt zweimal als 3:2-Sieger das Feld verlassen. Bei letztgenannter Partie gelang dem VCW das Kunststück, im Tiebreak einen 10:14- Rückstand noch in einen 16:14-Erfolg zu verwandeln. Mit US-Girl Lauren Plum kehrt eine Ex-Vilsbiburgerin im Trikot der Hessinnen in die Ballsporthalle zurück.

Die Fähigkeiten der Zuspielerin sind also im RabenNest wohlbekannt, ebenso die traditionelle Verteidigungsstärke des Gästeteams. Timo Lippuner spricht in diesem Zusammenhang voller Respekt von einer „Gummiwand“, erwartet aber gleichwohl, dass seine Damen Mittel und Wege finden, um die nötigen Punkte zu machen. „Wir wollen“, betont der Schweizer, „nicht nur uns selbst beweisen, dass wir es besser können als zuletzt, sondern wir sind das auch unseren treuen Fans schuldig, die bei den jüngsten Auswärtsspielen zahlreich und lautstark mit von der Partie waren und zweimal eine unnötige Tiebreak-Niederlage mitansehen mussten.“ Diesmal jedoch, so die Botschaft des Cheftrainers, sollen die Raben-Fans einen Sieg bejubeln dürfen.

 

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