Regensburger Seenotretter Erzbistümer unterstützen "Sea-Eye" mit mehr als 100.000 Euro

, aktualisiert am 28.01.2021 - 17:30 Uhr

Die drei katholischen Erzbistümer München/Freising, Paderborn und Trier spenden 125.000 Euro an die Regensburger Seenotrettungs-Organisation "Sea-Eye". Damit kann ein viertes Rettungsschiff ins Mittelmeer entsandt werden.

Laut einer Pressemitteilung von "Sea-Eye" spendet allein Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising, 50.000 Euro aus dem Etat der Erzdiözese für soziale Zwecke. Für das Bistum Trier stellt Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg 25.000 Euro aus den Rücklagen seines Budgets zur Verfügung, weitere 50.000 Euro aus dem Etat für pastorale Sonderaktivitäten steuert für das Erzbistum Paderborn Generalvikar Alfons Hardt bei.

Mit der Unterstützung der katholischen Bistümer soll laut Sea-Eye die Überführung des mittlerweile vierten Schiffs "Sea-Eye 4" ins Mittelmeer finanziert werden. Durch die Spenden könne man das Schiff nach den Werftarbeiten unverzüglich ins Einsatzgebiet schicken, erklärt Gorden Isler, der Vorsitzende des Sea-Eye e.V. Durch den "Rückenwind" der Spender habe man nun die Möglichkeit, zukünftige Spenden für Werft- und Einsatzkosten zu verwenden. "Dafür sind wir sehr dankbar", sagt Isler und fügt an, das sichtbare Engagement der Kirchen in diesem Fall sei unmissverständlich und bemerkenswert. 

Die Sea-Eye 4 soll demnach noch im Frühjahr für ihren ersten Rettungseinsatz ins Mittelmeer überführt werden. Mit den bereits aktiven Schiffen "Sea-Eye", "Seefuchs" und "Alan Kurdi" haben sich die Regensburger Seenotretter seit 2015 nach eigenen Angaben an der Rettung von mehr als 15.000 Menschenleben beteiligt. 

Keine finanzielle Unterstützung hat Sea-Eye bisher vom Bistum Passau erfahren. "Ob dies einmal der Fall sein wird, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen", teilt die Pressestelle des Bistums dazu auf Anfrage mit. Das Bistum habe allerdings auch keine Spendenanfrage von Sea-Eye erhalten. Die Diözese verweist zudem auf ihre Umlagen für die Bischöflichen Werke und die Zuwendungen an die Caritas, durch die humanitäre Katastrophen ebenfalls gelindert werden. 

Das Bistum Regensburg, konrekt der Diözesan-Caritasverband und die Katholische Jugendfürsorge, setzt sich für Flüchtlinge ein, die in Regensburg auf Hilfe angewiesen sind. "Dazu zählt die Aufnahme und Integration unbegleiteter minderjähriger Menschen, die Beratung der Menschen, die in einem für sie fremden Land ankommen, die Bereitstellung von Unterkünften, Unterstützung der Ehrenamtlichen durch Schulungen oder die persönliche Betreuung einzelner Familien", teilt Pressesprecher Clemens Neck auf Anfrage mit.

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