Eine lange Menschenschlange zog sich am Freitag durch den sonnendurchfluteten Historischen Reichssaal in Regensburg. Und immer wieder, wenn sich die Menschenmasse etwas nach vorn bewegte, zückten die Journalisten ihre Kameras. Besonders groß war das Gedränge, als Altoberbürgermeister Hans Schaidinger seinem Nachfolger Joachim Wolbergs fest die Hand schüttelte. Zudem ließ Schaidinger es sich nicht nehmen, nach dem Überbringen der Neujahrswünsche der zwei übrigen Bürgermeister Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Jürgen Huber auch seine ehemaligen Angestellten im Rathaus persönlich zu grüßen. Das traditionelle Defilee ging dieses Jahr mit 450 Teilnehmern, was weniger als in den letzten Jahren war, etwas schneller als gewöhnlich vonstatten. Bei seiner Neujahrsansprache, die wenig auf konkrete einzelne Ereignissen im laufenden Jahr der Stadt einging, sprach Oberbürgermeister Joachim Wolbergs immer wieder von Verantwortung. Ja, er erwähnte die Hauptfeuerwache, die neu gebaut wird, oder den Hochwasserschutz, in den weiter investiert wird. Doch vor allem ging es dem Oberhaupt der Stadt um Verantwortung – gegenüber den jüdischen Mitbürgern und den Flüchtlingen, die in Regensburg ankommen.

Einen ausführlichen Bericht zum Neujahrsempfang der Stadt Regensburg lesen Sie am Samstag, 9. Januar, in Ihrer Donaupost.