Der schwere Sturm Anfang Juli hat den Regensburger Dom nicht ganz unbeschädigt gelassen: Wie erst jetzt festgestellt wurde, ist eine Kreuzblume aus etwa 80 Metern Höhe abgestürzt. 

Wie das Staatliche Bauamt Regensburg mitteilte, hatte sich eine der Kreuzblumen auf der Turmhelmgalerie einer der acht Fialturmspitzen während des Sturmes am 1. Juli gelöst. Sie wurde allerdings von dem Hängegerüst aufgefangen. Deswegen wurde der Schaden auch erst jetzt festgestellt. Der Grund für den Steinbruch dürfte laut Ansicht des Bauamts die Verklammerung der einzelnen Steine sein. Diese stammen teilweise aus den 1910er und 1950er Jahren. Ein erhöhtes Risiko geht nach Einschätzung der Experten der Dombauhütte von den restlichen sieben Fialtürmen aber nicht aus. Als vorbeugende Schutzmaßnahme wird aber bis Ende der Woche ein Schutz- und Arbeitsgerüst auf der Turmhelmgalerie nach Westen und Süden (den beiden Wetterseiten des Südturms) angebracht. Zudem werden drei Fialtürme und zwei Wimperg-Kreuzblumen abgebaut, um deren Verklammerungen überprüfen zu können. Auch die übrigen Fialtürme sollen zeitnah überprüft werden.