Popcorn-Zeit Freischreiben-Autoren geben Filmtipps für den Herbst - Teil 1

Unsere Freischreiben-Autoren stellen euch ihre Lieblingsfilme vor. Foto: Patrick Seeger/dpa

Verregnete Herbsttage verbringt man am liebsten gemütlich vor dem Fernseher. Doch was soll man anschauen? Unsere Freischreiben-Autoren hätten da ein paar Vorschläge. Mit ihren Filmtipps gelingt jeder Filmabend.


Auf der Suche nach einer neuen Erde

Von Lukas Mühlehner (17)

Regisseur Christopher Nolan legte beim Dreh von „Interstellar“ Wert auf naturwissenschaftliche Korrektheit und ließ sich von dem renommierten Astrophysiker Kip Thorne beraten.

Darum geht’s: Die Erdkugel erstickt im Staub. Während die Menschen ihren Glauben an die Technik verloren haben, initiiert die NASA das Lazarus-Projekt. Doch um das Fernreiseschiff Endurance sicher durch das neuentdeckte Wurmloch im Orbit um den Saturn zu fliegen, ist man auf den ehemaligen Risikopiloten Cooper (Mathew McConaughey) angewiesen. Dieser lebt nach dem traumatischen Absturz seines Ranger-Prototyps zusammen mit seinen Kindern auf einer Farm. Dort stößt seine Tochter Murphy auf rätselhafte Anomalien der Gravitation. Dahinter verstecken sich die Koordinaten des NASA-Startkomplex. Dort wird Cooper mit dem Lazarus-Projekt zur Rettung der menschlichen Spezies konfrontiert und muss eine schwere Entscheidung treffen: Bleibt er auf der Erde und sieht seiner Tochter beim Aufwachsen zu? Oder wagt er sich auf unbestimmte Zeit, vielleicht bis zu seinem Tod, hinaus in eine unbekannte Galaxie und sucht nach einer zweiten Heimat für die Menschheit?

Aber selbst draußen im All ist nichts so, wie es scheint: Welches trügerische Spiel spielt der sterbende Professor Brand (Michael Caine) mit der Crew der Endurance und der gesamten Menschheit? Wer hat das Wurmloch in der Umlaufbahn platziert? Und wer ist der mysteriöse Dr. Mann, der Cooper und seinem Team vorausgeeilt ist?

In aller Kürze: Der Risikopilot Cooper macht sich mit Wissenschaftlerin Dr. Amelia Brand (Anne Hathaway) in einem fernen Sonnensystem auf die Suche nach einem neuen Heimatplanten für die Menschen, weil diese auf der Erde zu ersticken drohen.

Fazit: Über den Film lässt sich viel diskutieren, weil er eine sehr verschachtelte Handlung hat und jede Menge astrophysikalische Theorien aufgreift. Trotzdem ist „Interstellar“ ein beeindruckender und einzigartiger Science-Fiction-Film. Dazu tragen vor allem die eindrucksvolle Filmmusik von Hans Zimmer und die Umsetzung der Filmeffekte bei.

„Interstellar“, Science-Fiction, Dauer: 162 Minuten, freigegeben ab zwölf Jahren.

 

Der steinige Weg zum Erfolg

Von Alexandra Kagerer (22)

Das Leben von Ben Carson, das im Jahr 2009 als Film unter dem Namen „Begnadete Hände“ erschienen ist, zog einen entscheidenden Einschnitt in die Medizin nach sich. Die Geschichte besticht mit ihrer Authentizität und einer wichtigen Botschaft.

Darum geht’s: Der introvertierte Ben Carson wächst in einem Ghetto in Detroit auf und hat es nicht leicht. Schlechte Noten stehen auf der Tagesordnung. Zudem ist er bösartigen Hänseleien seiner Mitschüler ausgesetzt. Bens Temperament lässt ihn in solchen Situationen den anderen Kindern gegenüber handgreiflich werden, was seine Probleme schlimmer werden lässt. Unendliche moralische und emotionale Unterstützung bekommt er von seiner fantastischen, alleinerziehenden Mutter. Obwohl sie selbst Analphabetin ist, hält sie das nicht davon ab, Ben und seinen Bruder dazu anzutreiben, ihre Fantasie und Intelligenz richtig einzusetzen. Auch der Glaube ist Ben eine Stütze in seinem Leben.

In aller Kürze: Der Film „Begnadete Hände“ erzählt die Entwicklung von einem schlechten, hitzköpfigen Schüler, der Rassismus und andere unschöne Hürden überwinden muss, zu einem Menschen, der die Medizin revolutioniert. Das Drama zeigt einen steinigen Werdegang zum Erfolg. Einen Weg, den jeder gehen kann, wenn man sich nur auf das Rezept von Ben Carson einlässt.

Fazit: „Begnadete Hände“ ist eine lebensnahe Story, die glaubwürdig dargestellt wird. Sie lässt den Zuschauer fasziniert und betroffen zurück. Deshalb unbedingt anschauen!

„Begnadete Hände – Die Ben Carson Story“, Drama, Dauer: 90 Minuten, freigegeben ab zwölf Jahren.

 

Was im Leben wirklich zählt

Von Magdalena Schmidbauer (22)

„Carpe diem – Nutze den Tag“ – ein Spruch, den jeder schon mal gehört hat. Gleichzeitig ist er eines der wichtigsten Zitate aus „Der Club der toten Dichter“.

Darum geht’s: Professor John Keating (Robin Williams) wird an einer strengen Eliteschule für Jungs eingestellt. Mit seinen unkonventionellen Lehrmethoden sorgt er für eine willkommene Abwechslung im grauen Alltag der Schüler. Er lehrt ihnen die Bedeutung der Literatur. Einer seiner Schüler ist der schüchterne Todd, der neu im Internat ist und sehr unter den akademischen Erfolgen seines älteren Bruders leidet. Der Professor inspiriert ihn und seine Klassenkameraden, ihren eigenen Weg zu finden und ihren Gefühlen und Gedanken zu folgen. Leider wird so eine radikale und neue Einstellung nicht gerne gesehen.

In aller Kürze: „Der Club der toten Dichter“ handelt von den wirklich wichtigen Dingen im Leben und ist ein Liebesbeweis an die Literatur.

Fazit: Robin Williams spielte diese Rolle, die er als eine seiner wichtigsten sah, mit seinem besonderen Charme und viel Liebe.

„Der Club der toten Dichter“, Drama, Dauer: 123 Minuten, freigegeben ab zwölf Jahren.

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