Straubing So war der Poetry Slam "Freischnauze" am 24. November 2018

Ein Bild voller Poesie: alle Teilnehmer des Abends, darunter Gast-Slammerin Maron Fuchs (rechts unten) und die beiden Moderatoren Sophia Häns (links) und David Voltz (Zweiter von links). Foto: Susanne Raith

Maxi Schneiderbauer aus Trieching im Landkreis Dingolfing-Landau gewinnt am vergangenen Samstag den fünften Poetry Slam „Freischnauze“. Es ist ein Abend, der für den Sieger zunächst in der Vorrunde endet.

Maxi Schneiderbauer stellt in seinem Siegertext eine gewagte These auf: Jesus ist der Erfinder des Poetry Slams. „Schon in den Nullerjahren veranstaltete Jesus Slams mit zwölf Poeten“, sagt Maxi. Im November 2018 sind es im Straubinger Anstatt-Theater acht Slammer und ihre Reichweite vor Ort beträgt mit 160 Personen etwas weniger als die Anhängerschaft Jesu. Doch Straubing ist ein super Publikum, da sind sich alle Slammer des Abends einig.

Den diesjährigen Poetry Slam „Freischnauze“, eine Veranstaltung der Redaktion Freistunde und des Jugendzentrum Straubings, eröffnet die Regensburger Sängerin „Die Nowak“. Für die am Veranstaltungstag erkrankten Poeten Tina Nadler und Michael Beer springt kurzerhand Moderator David Voltz mit einem Text ein. Er gibt das „Opferlamm“, an dem die Jury (vier zufällig aus dem Publikum ausgewählte Zuhörer und Profi-Slammerin Maron Fuchs) das Bewerten üben dürfen. Bevor der erste Poet den Dichterwettstreit eröffnet, erzählt Profi-Slammerin Maron Fuchs von ihrer „Fernbedienung fürs Leben“.

Der Inhalt der folgenden Texte reicht von der Vielseitigkeit der Zeit, einer bayerische Liebeserklärung bis hin zu Wirtshausgeschichten. Ein besonderes Highlight und Überraschung für die Slammer: Der Straubinger Künstler Pablo Koschant fertigt während der fünfminütigen Auftritte der Poeten eine Tuschezeichnung zum Text an. Drei seiner Werke drucken wir hier ab.

Nach zwei unterhaltsamen Vorrunden steht fest, wer einen zweiten Text vortragen darf. Im Finale stehen: Chris Tornes, der für die Rechte von Giraffen einsteht, Isi, die in ihrem zweiten Text erzählt, wie sie ein Twix essen wollte und von einer Polin verarscht wurde und der als Lucky Loser (Bester Zweitplatzierter und dadurch dritter Finalist) nachgerückte Maxi Schneiderbauer. Maxi gewinnt das Publikum klar für sich. Mit 104 Stimmen und großem Vorsprung (Chris bekommt 22 Stimmen, Isi 16) darf er am Ende des Abends den „Freischnauze“-Pokal 2018 mitnehmen.

Die Frage, was er mit dem hölzernen Pokal anstellen werde, beantwortet Maxi so ironisch, wie er in seinen Texten ist: „Die Trophäe werde ich da hinstellen, wo sie am meisten Staub fängt.“

 
 

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