Friedrich Theodor Frerichs, geboren 1819 in Aurich und gestorben 1885 in Berlin, war Professor der Inneren Medizin in Göttingen, Direktor der Poliklinik in Kiel, 1852 Professor in Breslau und ab 1859 Professor in Berlin. Friedrichs verordnete gerne Belladonna (atropa Belladonna I.).

Da starb nun ein Patient des Professors in Breslau, ein Schachspieler, dessen äußerst lockerer Lebenswandel in der schlesischen Metropole stadtbekannt war. "Freundliche" Kollegen raunten daher, der Unglückliche sei von Frerichs durch allzu große Dosen Belladonna vergiftet worden. Als dieser von dem Gerücht gehört hat, erklärte er im nächsten Kolleg, der besagte Herr sei nicht an Belladonna gestorben, sondern höchstens an einer Donna bella. Frerichs hatte in einem anderen Fall Echinokokkus der Leber diagnostiziert (durch Tiere übertragene Bandwurmerkrankung). Aber die Sektion ergab ein Pleuraexsudat. (Flüssigkeit zwischen Lungenfell und Rippenfell). Da flüsterte ein vorlauter Student seinem Nachbarn zu: "Das ist ja ein netter Echinokokkus."