Brücke in Niedermenach gesperrt Umleitung für Schulkinder lang und gefährlich

In Niedermenach musste der Fußsteg gesperrt werden. Das verärgerte manche Eltern. Foto: Susanne Raith

Niedermenach bei Bogen ist ein kleiner Ort mit einem Problem. Seit über einem Jahr müssen Schulkinder einen langen Fußmarsch über eine Straße in Kauf nehmen, die von den Eltern als Gefahrenquelle gesehen wird.

So manchen Eltern in Niedermenach reicht es, so viel wird klar, wenn man sich in der Gemeinde umhört. Der Grund: Ihre Kinder müssen den Ort umrunden, um den Schulbus oder Freunde zu erreichen. Das ist seit ungefähr August 2017 der Fall. Könnten sie die Brücke benutzen, wäre die Sorge der Eltern nicht gegeben. „Unsere Kinder müssen über eine vielbefahrene und schlecht beleuchtete Straße gehen. Vor allem am frühen Morgen ist das gefährlich, wenn es noch stockdunkel ist und viele Auto- und Lastwagenfahrer unterwegs sind“, erklärt eine Anwohnerin die Situation.

Doch was ist mit der Brücke über die Menach, die alles besser machen würde? Der Unterbau ist aufgrund ihres Alters marode. Neuerdings ist auch ein Teil des Geländers beschädigt, weil ein Baum darauf stürzte. Der Stadt Bogen blieb nichts Anderes übrig, als die Brücke zu sperren. „Die Brücke ist nicht mehr begehbar und eine große Gefahr für Personen“, sagt Stadtbaumeister Richard Krammer gegenüber idowa. Die Anwohnerinnen suchten das Gespräch mit der Stadt bereits vor Wochen. „Das war scheinbar sinnlos, weil sich jetzt immer noch nichts getan hat“, schimpft eine Mutter von drei Kindern. „Die Kinder verlieren auch viel Zeit, weil die Strecke so lang ist. Da könnten wir sie gleich zur Schule nach Oberalteich gehen lassen“, fügt eine andere Mutter hinzu.

Dass die Stadt nichts unternimmt, das stimme nicht, wie die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung betonen. Es dauert nur. „Zunächst wurde die Brücke begutachtet. Erst dann konnte im Stadtrat beschlossen werden, dass sie erneuert wird. Derzeit laufen die Planungsarbeiten. Im nächsten Jahr, wahrscheinlich im Frühjahr, wird sie neu gebaut“, sagt Krammer.

 
 

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