Neues vom Turm IV Ein lädierter Drache und "embedded journalists"

Nein, aus dieser im „Big Mouth“ geborenen Idee wurde nichts. Die (noch geheimen) Shirts der Ritter-Freunde sehen anders aus. Foto: Julia Adam

• Eine Brotzeit dürfte am Donnerstag Ritter Andreas Scheuer in der Drachenhöhle vorbeigebracht haben. Warum? Weil er Mittwochnacht mit dem Schwert Tradinno etwas ramponiert hat. So musste der Drache mit einem Loch am hinteren Hax’n heimhumpeln. Dabei hatte während des Drachenkampfes Bürgermeister Sandro Bauer dem Ritter noch zugerufen: „Langsamer, Andi, langsamer...!“ Doch der meinte, er solle langsamer reiten, was für ihn nicht in Frage kam. Dabei meinte Bauer nur, der Ritter sollte zaghafter mit dem Drachen umgehen. Doch Andreas wollte bewusst zeigen, was er drauf hat. Denn Augenblicke zuvor musste er seinen ersten Anritt zum Lanzenwurf abbrechen, weil sein Ross gescheut hatte. Grund: Die Lichttruppe hatte vergessen, die Reitbahn auf Hufhöhe auszuleuchten. Das war „Goya“ nicht geheuer. Na ja, das Tradinno-Team wird es Andreas verzeihen. Nur der Lauerer Hans dürfte kopfschüttelnd vom Himmel zugeschaut haben, als seine „Fanny“ leiden musste...


• Die Ritter-Vorbereitung begann heuer bekanntlich bereits im Januar. Nicht nur mit dem Reiten. Bis zum Drachenstich ist eben vieles zu klären, auch wie das richtige Team-Shirt für Udo-Freunde aussehen soll. Eine Inspiration fand Andreas Scheuer dazu frühmorgens im „Big Mouth“. Wie zu hören war, soll er – nicht ganz nüchtern – mit dem Gedanken gespielt haben, alle Vereinsjacken der TV-Judo-Abteilung einzusammeln und einfach das „J“ wegzukratzen. Schon wäre die Team-Jacke fertig. Doch dieser Gedanke wurde wieder verworfen. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass sich ein T-Shirt mit einer anderen Idee in Produktion befindet. Nur so viel sei verraten: Es hat was mit einem Wortspiel zu tun ...


• Und nun was in eigener Sache: Wir sind ganz sicherlich (nicht) bestechlich. Uns freut es (dennoch), wenn wir so lieb begrüßt werden, wie es Nicole Wess am Mittwochabend vor der ersten Generalprobe hinter der Bühne getan hat. Sie schenkte uns zwei Stamperl Jostabeere ein. Ob es nun daran gelegen hat, weil sie uns von der Chamer Zeitung so gerne mag – oder weil wir an diesem Abend auch ein historisches Kostüme trugen ... man weiß es nicht. Jedenfalls hat es geschmeckt, und wir bedanken uns artig dafür. Auch hat man uns gefragt, warum wir uns als Zeitungsleut’ historisch kleiden. Nun, das dürfte weltweit wirklich einmalig sein. Abgesehen von Kriegsberichterstattern mit Splitterschutzwesten und Helmen oder Undercover-Journalisten gibt es wohl keine Redakteure, die sich verkleiden, um über ein Ereignis berichten zu dürfen. Und dabei auch noch Gefahr laufen, vom Volk überrannt, von einem Sattelbogner-Kämpfer erschlagen oder von einer fliegenden Fackel in Brand gesetzt zu werden. Aber: Wir machen es gerne – nicht weil es die Drachenstich-Führung so fordert, sondern weil es dem Festpiel dient – und es auch so nette Mitspieler wie die Wess Nici gibt ...

 
 
 

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