Nach Schüssen in Abensberg Polizei wertet Handy-Videos aus

Nach tödlichen Schüssen im niederbayerischen Abensberg hat die Polizei zwei Menschen festgenommen. Foto: Armin Weigel/dpa/dpa

Nach den tödlichen Schüssen im niederbayerischen Abensberg ist das Motiv für die Tat weiter unklar. Die Polizei versuche nun mit Hilfe von Handy-Videos der Augenzeugen weitere Erkenntnisse zu erlangen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Am Mittwochabend war vor einem Supermarkt in Abensberg (Landkreis Kelheim) ein 39-Jähriger erschossen worden. Kurz danach wurde in der Nähe ein 46-Jähriger ebenfalls von Schüssen getroffen und schwer verletzt. Er wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

Ein 41-Jähriger wurde kurz nach der Tat festgenommen und am Donnerstag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen einen 30-Jährigen, den die Polizei zusammen mit dem Tatverdächtigen festgenommen hatte, erhärtete sich der Verdacht nicht.

Nach Erkenntnissen der Polizei sollen sich die vier Männer gekannt haben. Der mutmaßliche Täter wie auch der Getötete haben laut Polizei die serbische sowie die kosovarische Staatsbürgerschaft und stammen aus derselben Region. Es gebe nach aktuellem Stand jedoch weiterhin Unklarheiten, was die Nationalität des Verletzten betrifft. Für eine politisch motivierte Tat, wie sie die Nationalitäten der Beteiligten nahelegt, gebe es nach wie vor keine Hinweise, wie ein Sprecher am Freitag betonte.

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