Nach Penaltyschießen Straubing Tigers unterliegen in Iserlohn

, aktualisiert am 30.03.2022 - 22:17 Uhr
Lange haben die Straubing Tigers wie der Sieger in der Partie gegen die Iserlohn Roosters ausgesehen. Am Ende drehten die Roosters das Spiel aber noch und sicherten sich somit den Klassenerhalt. Foto: Jonas Brockmann/Eibner Pressefoto

Trotz eines zwischenzeitlichen 3:0-Vorsprungs ist am Mittwochabend beim Nachholspiel in Iserlohn die Siegesserie der Straubing Tigers gerissen. Nach vier Erfolgen hintereinander musste sich die Mannschaft von Head Coach Tom Pokel im Sauerland mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Die Niederbayern haben es dennoch weiter selbst in der Hand, sich mit einem Heimsieg am Freitag gegen Berlin (Spielbeginn: 19:30 Uhr) Rang vier zu sichern. Die Roosters haben indes durch die gewonnenen zwei Punkte und der parallelen Niederlage der Krefeld Pinguine den Klassenerhalt sicher.

Im Vergleich zum 6:3-Erfolg am Sonntag in Berlin gab es im Straubinger Line-Up drei Veränderungen. Im Tor erhielt diesmal wieder Tyler Parks den Vorzug vor Sebastian Vogl. In der Abwehr feierte Brandon Manning sein Comeback nach Verletzungspause und ersetzte den am Knie verletzten Benedikt Schopper. Außerdem rotierte Yannik Valenti für Adrian Klein ins Aufgebot.

Elsner bringt Tigers in Führung

Die Tigers starteten am Seilersee stark in die Partie und forderten bereits - unter anderem durch Abschlüsse von Marcel Brandt und Joshua Samanski - bereits in den ersten Minuten Roosters-Goalie Andreas Jenike. So war es auch nicht unverdient, als David Elsner, der schon in Berlin doppelt getroffen hatte, die Niederbayern in der sechsten Spielminute mit einem verdeckten Schuss in Führung brachte. Fast postwendend vergab Iserlohns Brent Aubin frei vor Parks den Ausgleich. Auch in den folgenden Minuten blieben die Gastgeber am Drücker, nutzten aber auch eine 5:3-Überzahlsituation nicht zum ersten Treffer. In dieser Phase des Spiels rettete Parks mehrfach für seine Vorderleute.

Als die Tigers wieder komplett waren, beruhigte sich das Spiel wieder. Nach einem Scheibenverlust von Ralfs Freibergs machte sich Elsner alleine auf den Weg zum Iserlohner Tor, wurde allerdings vom lettischen Verteidiger gehakt. Beim daraus resultierenden Penalty ließ Travis St. Denis Jenike keine Chance und erzielte seinen 21. Saisontreffer. Damit ging es schließlich auch in die erste Pause, in der der ehemalige Straubinger Sven Ziegler, der mittlerweile für die Roosters aktiv ist, gegenüber MagentaSport selbstkritisch bekannte: „Wir sind gefühlt immer einen Schritt zu langsam.“ Bezogen auf seine ehemalige Mannschaft stellte der Angreifer zudem fest: „Straubing ist eiskalt und macht aus wenigen Chancen zwei Tore.“

Torhüterwechsel sorgt für Kehrtwende

Der Mittelabschnitt startete dann zunächst verhalten. Straubing kontrollierte das Spielgeschehen, ohne allerdings in den ersten Minuten selbst gefährlich zu sein. Als Iserlohns Erik Buschmann jedoch auf die Strafbank musste, erhöhten die Tigers wieder die Schlagzahl. Nach mehreren erfolglosen Abschlüssen schlug Ian Scheids Abschluss genau im Torwinkel zum dritten Gästetor ein. Für den US-Amerikaner war es bereits der neunte Saisontreffer. Kurz darauf wechselten die Roosters den Torhüter. Und der von Trainer Kurt Kleinendorst erhoffte Impuls zeigte Wirkung: Aus dem Nichts brachte Eugen Alanov die Gastgeber erstmals auf die Anzeigetafel und verkürzte auf 1:3.

Die große Iserlohner Aufholjagd blieb allerdings in der Schlussphase des zweiten Drittels aus. Straubing kontrollierte weiterhin weitestgehend das Spielgeschehen. Für einen kleinen Schockmoment sorgte allerdings ein Unterzahl-Konter der Gastgeber wenige Sekunden vor der Pause. Casey Bailey verpasste aber aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer. Auch wenn diese Straubinger Schlafmützigkeit nicht bestraft wurde, warnte Kapitän Sandro Schönberger in der Drittelpause gegenüber MagentaSport: „Wir waren hinten jetzt etwas schlampig. Wir müssen konzentriert bleiben.“

Schwacher Start ins letzte Drittel sorgt für Ausgleich

Und, als ob es Schönberger verschrien hätte, kamen die Roosters im Schlussdrittel zurück ins Spiel. Zunächst hatte Ryan O'Connor zu viel Platz und ließ mit einem satten Schuss in den Torwinkel Parks keine Chance. Bei Drittelmitte überwand Brent Aubin den Straubinger Schlussmann aus spitzem Winkel ein drittes Mal. Anschließend zeigten sich die Tigers wieder defensiv stabiler und so verstrichen die verbleibenden zehn Minuten der regulären Spielzeit relativ ereignislos.

In der Verlängerung waren die Gastgeber die überlegene Mannschaft, schafften es aber nicht, - unter anderem, weil sie ein Powerplay ungenutzt ließen - das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. So musste schließlich das Penalty-Schießen über den Sieger der Partie entscheiden. Dort trafen Bailey sowie Sena Acolatse für die Roosters und auf Straubinger Seite nur Scheid, sodass sich Iserlohn letztlich den zweiten Punkt des Abends sicherte.

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 4:3 n.P. (0:2, 1:1, 2:0, 0:0, 1:0)

Iserlohn Roosters: Jenike (ab 29:11 Weitzmann) +++ Labrie, McCrea; Freibergs, O'Connor; Buschmann, Acolatse; Sezemsky +++ Bailey, Cornel, Jentzsch; Aubin, Raedeke, Alanov; Broda, Ewanyk, Ziegler; Whitney, Schilkey.

Straubing Tigers: Parks +++ Kohl, Brandt; Scheid, Manning; Lampl, Zimmermann +++ Akeson, Connolly, Mouillierat; Tuomie, Mulock, Samanski; St. Denis, Balisy, Leier; Elsner, Brunnhuber, Schönberger; Valenti.

Tore: 0:1 (5:27) Elsner (Schönberger), 0:2 (15:12) St. Denis (PS), 0:3 (26:33) Scheid (Leier, Balisy – PP1), 1:3 (34:34) Alanov (Aubin, Labrie), 2:3 (41:19) O'Connor (Alanov, Freibergs), 3:3 (49:) Aubin (Alanov, Freibergs), 4:3 (GWS) Acolatse +++ Strafminuten: Iserlohn 6, Straubing 8 +++ Schiedsrichter: Rantala, Rekucki +++ Zuschauer: 3.538.

 
 
 

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