Nach Jochbeinbruch Benedikt Gimber: Der Maskenmann des SSV Jahn

Spielt aktuell mit Maske: Benedikt Gimber vom SSV Jahn Regensburg. Foto: Fabian Roßmann

Benedikt Gimber hat sich im Derby beim 1. FC Nürnberg das Jochbein gebrochen. Nun ist er zurück auf dem Platz – mit Gesichtsmaske.

Angeschaut hat sich Benedikt Gimber die Szene nicht mehr, die ihn in den vergangenen Wochen außer Gefecht gesetzt hatte. Er kennt sie nur aus Erzählungen. Es passierte, als Gimber im bayerischen Derby beim 1. FC Nürnberg ins Kopfballduell mit Lukas Jäger ging. „Wir gehen beide zum Ball, er dreht sich kurz vorher weg und knallt mir mit dem Hinterkopf ins Gesicht“, erinnert sich der 22-Jährige. Die Folge ist ein Jochbeinbruch. Keine böse Absicht. „Er hat sich auch danach bei mir gemeldet und nachgefragt, wie es mir geht. Das war ganz nett“, so Gimber.

Schmerzen, hatte er im Übrigen kaum, wie er erzählt. „Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Weder vor noch nach der Operation hatte ich große Schmerzen. Aber es war halt eine Delle drin“, sagt er mit einem Lachen.

Nach zwei Wochen Pause ist der Sommerneuzugang des Jahn nun zurück auf dem Platz. Am Dienstag trainierte er erstmals wieder mit der Mannschaft und am Donnerstag kam er auch im Testspiel bei der SpVgg Unterhaching (4:3) die letzten 25 Minuten zum Einsatz. „Es hat mich gefreut, dass ich wieder spielen konnte“, sagte Gimber, der zuvor zwei Ligaspiele pausieren musste.

Ungewohnt ist die Situation für ihn aber dennoch. Denn er muss derzeit als Schutz eine Gesichtsmaske tragen. „Man muss sich daran gewöhnen, es hilft ja nichts“, sagt Gimber. Kleinere Probleme gab es beim Match in Unterhaching schon noch. „Man merkt, warum man als Fußballer normalerweise ohne einen solchen Schutz spielt“, sagt er. „Es beeinträchtigt einen schon. Das Sichtfeld ist eingeschränkt und auch das Atmen wird erschwert, weil ich eigentlich nur durch den Mund atmen kann“, erklärt er. „Aber ich denke, das ist nur eine Gewöhnungssache.“

Zurückgeworfen, glaubt Gimber, hat ihn die Verletzungspause nicht groß. In der ersten Woche habe er noch nichts gemacht, in der zweiten Woche sei er aber schon wieder Fahrrad gefahren und gelaufen mit einer Intensität, die an das normale Training rankommt. „In dieser Woche sollte ich im Mannschaftstraining in den Zweikämpfen noch aufpassen, aber ab nächster Woche ist wieder alles normal“, sagt Gimber. Er gehe dann auch wieder „ohne Angst“ in die Zweikämpfe.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading