Im westlichen Landkreis Cham ist ein Fall von Vogelgrippe festgestellt worden. Am Sonntagmorgen musste deswegen ein Hof in Roding-Mitterkreith komplett abgeriegelt werden. 12.900 Tiere wurden aus seuchenhygienischen Gründen getötet.

Zumindest eine Entwarnung hat der Chamer Amtstierarzt Dr. Franz Wiesenreiter am Sonntagabend bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gegeben: Bei dem Geflügelpesterreger, der bei einer Routineuntersuchung auf einem Hof in Roding (Kreis Cham) gefunden worden war, handelt es sich um den Typ H5N2. Anders als das bekanntere H5N1 wird dieser kaum auf Menschen übertragen und ist für sie nicht gefährlich.

Für die 12.900 Legehennen, Gänse, Enten und Puten des betroffenen Betriebes aber gab es keine Rettung. Aus seuchenhygienischen Gründen wurden sie im Laufe des Sonntags getötet. So sollte verhindert werden, dass sich der Erreger weiter ausbreitet. Bereits am Freitag, als ein Laborbefund einen ersten Verdacht ergeben hatte, sperrte das Landratsamt in Absprache mit dem Betreiber den Geflügelhof. Keine Tiere oder tierischen Produkte durften danach auf den Hof gelangen oder diesen verlassen. Bis Samstagmittag sei ein erster Nachweis des Erregers erbracht gewesen. In diesem Fall müssen alle Tiere getötet werden. Für die Keulung war am frühen Sonntagmorgen eine Fachfirma angerückt. Ob der Erreger für andere Tiere hoch- oder geringansteckend ist, steht noch nicht fest. Das Ergebnis erwarten die Behörden am Montag Vormittag. Davon hänge ab, ob weitere restriktive Maßnahmen – dann auch für andere Geflügelhalter in der Umgebung – ergriffen werden müssen, hieß es.

Mit der Führung des Betriebes oder hygienischen Mängeln habe das Auffinden des Erregers vermutlich nichts zu tun, betonte Wiesenreiter. Die Viren zirkulieren in Wildgeflügelbeständen weltweit. Vor allem freilaufend gehaltene Tiere stecken sich manchmal zum Beispiel über Ausscheidungen an.