Damit in den Klassenzimmern keine dicke Luft herrscht und die Ansteckungsgefahr durch Corona-Viren gebannt werden kann, sollen die weiterführenden Schulen des Landkreises Landshut technisch nachgerüstet werden. Zu diesem Zweck wird der Kreisausschuss allerdings keine "Sammelbestellung" für insgesamt 365 mobile Luftreinigungsgeräte in Auftrag gegeben, um alle Klassenzimmer auszustatten, sondern individuelle Konzepte für jede der kreiseigenen Schulen erstellen lassen und zügig umsetzen.

Mit diesem Beschluss haben sich Landrat Peter Dreier (FW) und die Mitglieder des Gremiums am Montag geschickt und einstimmig aus der Affäre gezogen, nachdem der öffentliche Druck auf die politischen Entscheidungsträger zuletzt stark zugenommen hatte. Davon ließen sich Dreier und Co. jedoch nicht beirren, auch wenn es vor allem dem Landrat ziemlich sauer aufgestoßen ist, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit seinem kürzlich angekündigten Förderprogramm zum "Lüften in Schulen und Kitas" wieder einmal den Kommunen "den Schwarzen Peter zugeschoben" habe.