"Longlist" steht für Vielfalt Diese Titel haben Chancen auf den Deutschen Buchpreis

Während im realen Leben Corona das alles beherrschende Thema ist, ist die Literatur vielfältig wie selten zuvor: Diese Bilanz zog die Jury für den Deutschen Buchpreis am Dienstag bei der Bekanntgabe der sogenannten "Longlist" in Frankfurt. Nominierte auf dieser Liste können sich berechtigte Hoffnungen auf den prestigeträchtigen Preis machen.

Die Literaturexperten haben aus mehr als 200 Einsendungen die aus ihrer Sicht 20 besten Bücher des Jahres ausgewählt. Auf der Longlist stehen einige bekannte Namen. Neben Thomas Hettche mit "Herzfaden", Leif Randt mit "Allegro Pastell" und Robert Seethaler mit "Der letzte Satz" ist auch Frank Witzel wieder dabei. Er hatte für "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" im Jahr 2015 den Deutschen Buchpreis bekommen.

Experimente mit der Form des Romans

Viele Romane der Longlist seien biografisch oder autobiografisch, sagte Jurysprecherin Hanna Engelmeier. Stark vertreten seien auch historische Themen. Einige widmeten sich aktuellen identitätspolitischen Debatten und andere versuchten, mit der Form des Romans zu experimentieren. "Im Gegensatz zur Lektüre der Nachrichten der vergangenen Monate bot die Beschäftigung mit den über 200 eingereichten Titeln vielfältige Lichtblicke", sagte Engelmeier.

Am 15. September wird die Liste auf sechs Titel verkürzt, die sogenannte "Shortlist". Der Sieger wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse, am 12. Oktober, verkündet. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren auf der Shortlist jeweils 2.500 Euro.

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