Leitartikel Corona-Krise: Wirklich bedroht sind kleine Firmen

Bei den Auto-Zulieferern droht der Abbau Zehntausender Stellen und sogar das Verschwinden ganzer Unternehmen, weil sie in die Pleite rutschen. Foto: Martin Schutt/dpa-

Zweiter Anlauf für die Abwrackprämie: Bayern und Niedersachsen versuchen noch einmal, womit sie vor drei Monaten gescheitert waren: Das Duo will bei dem Autogipfel an diesem Dienstag ein Milliardenprogramm für die wichtigste deutsche Industrie durchdrücken. Ein Kaufbonus soll her, damit die Kunden bei Benzinern und Dieseln zugreifen. Das Prinzip lautet: die Alten in die Schrottpresse, um in den Garagen Platz für Neue zu schaffen. Denn auf riesigen Parkplätzen warten hierzulande Tausende fabrikfrische Wagen auf Käufer.

Sie sind das Symbol dafür, dass es Deutschlands Leitbranche nach einem goldenen Jahrzehnt voller Rekorde schlecht geht. Bei den Zulieferern droht der Abbau Zehntausender Stellen und sogar das Verschwinden ganzer Unternehmen, weil sie in die Pleite rutschen. Doch der neuerliche Versuch, Geld der Steuerzahler in großem Umfang zu mobilisieren, kommt kraftlos daher.

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