Es ist gerade merkwürdig still bei CDU und CSU. Elf Wochen nach der Wahl lässt sich die Ruhe einerseits damit erklären, dass beide Parteien im Bundestag erst in ihre neue Oppositionsrolle finden müssen.

Nach 16 Jahren an der Macht darf die Eingewöhnung durchaus schwerfallen. Es gibt weniger Sitze im Parlament, die staatlichen Zuschüsse fallen geringer aus, auf Arbeitsebene sind Personalfragen zu regeln.

Doch damit allein ist der Stillstand nicht zu erklären. Die Union, so scheint es, hat doch erheblich mehr Probleme, sich nach der Ära von CDU-Kanzlerin Angela Merkel neu zu erfinden, als vorher gedacht.