SPD, Grünen und FDP ist "das Ding entglitten", um einmal die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus dem vergangenen Jahr zu zitieren, als Deutschland vor einer ähnlichen Lage stand wie heute. Die drei Parteien wollen aus dem Instrumentenkasten der Seuchenpolitik die groben Kellen herausnehmen.

Ausgangssperren, Dichtmachen von Kneipen, Gasthäusern, Theatern und Klubs, Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen sollte es alles nicht mehr geben. Die Eckpunkte präsentierten die Wahlsieger Ende Oktober, seinerzeit noch voller Zuversicht, eine Regierung des Aufbruchs zu bilden.

"Die Ampel funktioniert auch, bevor es sie gibt", sagte die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt bei der Vorstellung des Planes für den Herbst und den Winter. Die Inzidenz hatte da die Warnmarke von 100 bereits überschritten. Vor allem die Liberalen machten sich dafür stark, die Freiheit nicht mehr pauschal einzuschränken.