Wer unter starken Regelschmerzen leidet, wird häufig nicht ernstgenommen. Dabei haben etwa 10 bis 20 Prozent der Frauen Endometriose. Die 29-jährige Conny erzählt ihre Leidensgeschichte.

Conny bekommt das erste Mal ihre Tage, da ist sie 13 Jahre alt. Die Schmerzen sind fast unerträglich. „Ich habe die ganze Nacht durchgeheult“, erzählt sie. Conny wird älter, die Schmerzen bleiben. Bei jeder Monatsblutung fehlt sie zwei Tage in der Schule. Blöde Kommentare bekommt sie öfter zu hören. Sie solle sich nicht so anstellen.

Dr. Thomas Papathemelis vom Endometriosezentrum im Klinikum St. Marien in Amberg hört von seinen Patientinnen oft, dass sie nicht ernstgenommen werden. „Diese ,Hab dich nicht so‘-Mentalität war vor allem in der älteren Generation lange gang und gäbe“, sagt der Spezialist. Das Bewusstsein für die Erkrankung sei – selbst bei den Ärzten – erst in den vergangenen zehn Jahren langsam gekommen.

Bis zur Diagnose dauert es oft bis zu sieben Jahre

Ganze 10 bis 20 Prozent der Frauen leiden unter Endometriose. Ein Drittel der Frauen, die ungewollt kinderlos sind, hat die Krankheit. Diese hohe Zahl an Betroffenen erstaunt, wenn man weiß, wie wenig die Erkrankung erforscht ist. Bis die richtige Diagnose erfolgt, dauert es oft bis zu sieben Jahre, sagt der Experte. Die Frauen sind da häufig schon über 30 Jahre alt. Diese Erfahrung hat auch Conny gemacht.