"Lehre und Lektion" So hat der Jahn die Bielefeld-Pleite aufgearbeitet

Für Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic galt es, die 0:6-Niederlage seiner Mannschaft in Bielefeld aufzuarbeiten. Foto: imago

0:6 hat der SSV Jahn Regensburg am vergangenen Wochenende verloren. Am Donnerstag verriet Trainer Mersad Selimbegovic, wie die Mannschaft die Niederlage von Bielefeld aufgearbeitet hat.

Es ist eine historische Niederlage, die der SSV Jahn Regensburg am vergangenen Wochenende kassiert hat. 0:6 hieß es am Ende bei Tabellenführer Arminia Bielefeld. So hoch hat der Jahn in der eingleisigen zweiten Liga noch nie verloren und in der zweigleisigen wurde es letztmals in der Saison 1966/67 deutlicher beim 0:8 gegen Stuttgart.

Wie ist man also umgegangen bei den Oberpfälzern mit dieser Packung? "Wir gehen ganz normal damit um", sagte Trainer Mersad Selimbegovic am Donnerstag. Man würde die Spiele immer knallhart analysieren, auch nach erfolgreichen Partien. "Nach Siegen sitzen wir nicht hier und lassen uns bejubeln. Deswegen lassen wir uns nach dieser Niederlage auch nicht kleiner machen", sagte er.

Entsprechend sei er gegenüber der Mannschaft auch nicht besonders laut geworden, verriet Selimbegovic: "Wenn man durch die Gegend schreit, dann ist es ein Zeichen, dass du keine Lösung hast. Das bringt uns gar nichts."

Selimbegovic: "Das darf nicht passieren"

Man habe schon vor dem Spiel in Bielefeld gewusst, dass es schwer werden würde. Entsprechend könne das Spiel bis zum 0:3 passieren. "Es kann sein, dass du keinen guten Tag erwischt und der Gegner einen richtig guten Tag erwischt. Dann entsteht so ein Spiel, wo du gar keinen Zugriff bekommst", blickte der Jahn-Coach zurück. Dass in der Schlussphase aus dem 0:3 noch ein 0:6 wurde - "das darf nicht passieren", machte Selimbegovic deutlich.

Deshalb habe man das Spiel auch kritischer analysiert als sonst. Es sei "eine Lehre und eine Lektion" gewesen: "Aus jeder Niederlage kannst du viel lernen. Aus solchen viel mehr als aus normalen. Das ist die Aufgabe." Dann warf Selimbegovic den Blick aber auch wieder nach vorne: "Das Spiel ist hinter uns, das können wir nicht mehr gutmachen", sagte er.

Am Samstagnachmittag (13 Uhr, idowa-Liveticker) steht ein ganz wichtiges Spiel für die Regensburger an. Dann ist der SV Wehen Wiesbaden, der aktuell den Abstiegsrelegationsplatz belegt, zu Gast in der Domstadt. Mit aller Macht wolle man das Spiel gewinnen, sagte Selimbegovic, sprach dem Gegner aber auch seine Anerkennung aus: "Sie waren mehrmals abgeschrieben. Höchster Respekt, wie sie sich immer wieder zurückgekämpft haben." Wichtig sei, dass "wir nach der Niederlage in Bielefeld nicht auf Harakiri machen und ins offene Messer laufen."

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