Lebensgefährliche Fotos Mädchen schießen Selfies auf Gleisen

Auf den Gleisen zwischen Weiding und Kohtmaißling machten zwei Mädchen Bilder von sich - lebensgefährlich. Foto: picture alliance/Armin Weigel/
Auf den Gleisen zwischen Weiding und Kohtmaißling machten zwei Mädchen Bilder von sich - lebensgefährlich. Foto: picture alliance/Armin Weigel/

Zwei Mädchen haben am Sonntagnachmittag für eine Sperrung der Bahnstrecke Furth im Wald-Cham verursacht. Eine Frau wies die Polizei daraufhin, dass die Kinder im Gleisbereich Selfies machen würden.

Gegen 16 Uhr meldete eine aufmerksame Anwohnerin der PI Furth im Wald zwei Mädchen im Alter von etwa zwölf Jahren, die sich auf den Gleisen fotografierten. Die Kinder liefen im Gleisbereich Richtung Windischbergerdorf davon. Das bahnpolizeilich zuständige Bundespolizeirevier Furth im Wald veranlasste über den Fahrdienstleiter am Bahnhof Kothmaißling eine Streckensperrung von Cham bis Weiding. Streifen der PI Furth im Wald sowie der Bundespolizei Furth im Wald eilten an den Einsatzort. Die Polizisten konnten keine Personen in Gleisnähe mehr feststellen. Durch den Vorfall verspäteten sich mehrere Züge.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen insbesondere Kinder und Jugendliche: Wer sich aufs Fotografieren konzentriert, verliert schnell die Umgebung aus dem Blick. Moderne Züge seien kaum hören, wenn sie sich nähern, haben einen langen Bremsweg, können nicht ausweichen und erzeugen beim Vorbeifahren eine starke Sogwirkung. Für ein Verschwinden aus dem Gefahrenbereich kann es zu spät sein, wenn man den Zug bemerkt.

Strafrechtlich relevant ist so ein Verhalten ebenfalls: Geldbußen wegen Ordnungswidrigkeiten oder gar strafrechtliche Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr können die Folge eines Aufenthaltes im Gleisbereich sein. Entstandene Personen- und Sachschäden im Falle einer Notbremsung können außerdem zivilrechtliche Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche nach sich ziehen. 

 

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