"Sie sind kein böser Mensch, haben aber Böses getan." Mit diesem Fazit von Vorsitzendem Richter Theo Ziegler und einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ist am Mittwoch der Prozess gegen den 27-jährigen Konrad K. zu Ende gegangen, der Anfang des Jahres eine Liebesbeziehung mit einer Elfjährigen geführt hatte.

Die Jugendschutzkammer des Landgerichts hatte nach zwei Verhandlungstagen sieben Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes als erwiesen angesehen. Wie Ziegler in der Urteilsbegründung sagte, ist die "vergleichsweise niedrige Strafe" dem Umstand geschuldet, dass die Anwendung der juristischen Grundregel, das Kind ist immer als unschuldig anzusehen und der Erwachsene steht in der Pflicht, nicht ausschließlich möglich war. Wie berichtet, hatte der unbeholfen wirkende Mann zu Prozessbeginn eingeräumt, mit dem Mädchen von Februar bis Mai "eine Liebesbeziehung" geführt zu haben. Das Paar hatte sich regelmäßig zuhause besucht und auch beim jeweils anderen übernachtet. Das Mädchen wohnte bei seiner Mutter im nördlichen Landkreis; Konrad K. - Vater eines kleinen Sohnes - lebte im Landkreis Kehlheim. Die Beweisaufnahme hatte ergeben, dass die Elfjährige mit den weiblichen Rundungen dabei die Erlaubnis ihrer Mutter hatte. Diese hatte lediglich angemahnt, dass es niemand erfahren dürfe. Und das Paar sollte aufpassen, dass es zu keiner Schwangerschaft komme.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 15. November 2018.