Landshut Urteil gefallen: Auto-Sex war Vergewaltigung

Das Gericht bewertete die Aussagen der Schülerin als "absolut glaubwürdig" - und verurteilte den Täter zu dreieinhalb Jahren Haft.  Foto: dpa

Auch ohne Lügendetektor ist das Landgericht im Prozess um Auto-Sex im Bereich der Ortschaft Haunersdorf nach vier Verhandlungstagen zu der festen Überzeugung gekommen, dass der Geschlechtsverkehr gegen den Willen und gegen den Widerstand der Geschädigten durchgeführt worden ist.

Die sechste Strafkammer unter Vorsitzendem Richter Ralph Reiter verurteilte Amar S. (alle Namen von der Redaktion geändert) am Dienstag wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Der 42-jährige Inder hatte die Vorwürfe bis zuletzt vehement bestritten und von einvernehmlichem Sex mit einer Bekannten gesprochen. Er habe sich nichts vorzuwerfen - man solle ihn an einen Lügendetektor anschließen, sagte der Familienvater in seinem letzten Wort.

Wie berichtet, betrieb Amar S. in einer Gemeinde südlich von Landshut einen Pizza-Service. Am Abend des 6. Februar hatte er gegen 22 Uhr gemeinsam mit Antara Y. Pizzen nach Geisenhausen geliefert. Der von Staatsanwältin Romina Rodde vertretenen Anklage zufolge hielt er auf dem Rückweg im Bereich der Ortschaft Haunersdorf bei einem Bahnübergang und vergewaltigte Antara Y. trotz heftiger Gegenwehr. Dabei nahm der 42-Jährige auch eine Schwangerschaft der Schülerin in Kauf, da er den vaginalen Geschlechtsverkehr ohne Kondom durchführte. Wie Richter Reiter in der Urteilsbegründung sagte, stützt sich das Urteil auf die "absolut glaubwürdigen Angaben" der Geschädigten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. September 2018.

 
 

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