Landshut Straßensperren mitten im Schnee-Chaos ignoriert

Kaum zu glauben, aber zusätzlich zu den Schneemassen mussten sich die Einsatzkräfte in Landshut und Umgebung am Sonntag noch mit Verkehrsteilnehmern rumärgern, die eigenmächtig Straßensperren beseitigten. (Symbolbild) Foto: Gedeck

Als ob die Schneemassen, die am Sonntag in Bayern auch über Stadt und Landkreis Landshut hereinbrachen noch nicht ausreichen würden. Zusätzlich müssen sich die Einsatzkräfte immer wieder mit gefährlichen Alleingängen von Autofahrern herumärgern.

Jede Menge Neuschnee am Sonntag in Niederbayern. Und das Chaos ließ nicht lange auf sich warten.

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Auch in Stadt und Landkreis Landshut hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. "Wir haben aktuell etwa 40 Einsätze im Stadtbereich und an die 100 im Landkreis zu verzeichnen. Davon sind aber längst noch nicht alle abgearbeitet", berichtet Dominik Zehatschek, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Landshut am Nachmittag auf idowa-Nachfrage. Und als ob dieses Ausmaß an Einsätzen noch nicht ausreichen würde, erschweren ignorante Verkehrsteilnehmer die Situation zusätzlich. Wie Zehatschek berichtet, wurden am Sonntag von bislang unbekannten Verkehrsteilnehmern eigenmächtig Straßensperren zur Seite geschoben. Zehatschek: "So zum Beispiel die Sperre bei Jenkofen und Adlkofen. Wir wunderten uns, wo die ganzen Autos plötzlich herkamen. Dann sahen wir, dass jemand die Sperre zur Seite geschoben hatte." Für die Einsatzkräfte macht es das natürlich unnötig zusätzlich schwierig. "Man kann sich vorstellen, dass wir heute schon genug zu tun haben. Da könnten wir auf so was gerne verzichten", so Zehatschek weiter.

Die Landshuter Polizei wurde entsprechend informiert. "Wir werden bei unseren Streifenfahrten aktuell darauf achten und jegliche Verstöße dieser Art konsequent ahnden", betont ein Polizeisprecher gegenüber idowa. Ein solches Vergehen stelle eindeutig einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar. Konkret, eine Missachtung von Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten. Darauf steht ein Bußgeld von 20 Euro bis im unteren dreistelligen Bereich - je nach Ausmaß der Gefährdung. 

 
 

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