Keine großen Überraschungen, dafür viel Emotion - so könnte man die Podiumsdiskussion am Montagabend zusammenfassen. Sieben Parteivertreter sprachen im Saal der AWO an der Ludmillastraße in Landshut über Migrationspolitik. AFD und Freie Wähler hatten ihre Teilnahme vorab abgesagt. Organisiert hat die Veranstaltung der Migrationsbeirat.

Schon die Vorstellungsrunde gibt einen Vorgeschmack auf das, was über die nächsten zweieinhalb Stunden folgt. Grünen-Kandidatin Rosi Steinberger startet mit einem Seitenhieb auf die CSU. Deren Landtags-Kandidat schickte als Vertretung Stadtrat Dr. Thomas Haslinger, der an dem Abend weitere Spitzen abbekommt. Immer wieder konfrontieren ihn die Mitredner mit Aussagen seiner Parteikollegen in Landes- und Bundesregierung. Er versucht, zu interpretieren und zu relativieren: "Ich glaube, was der Ministerpräsident gemeint hat, war...". Dadurch treten die eigentlich interessanten Aussagen der Kandidaten oft in den Hintergrund. Auch bei Max Geisel, dem Direktkandidaten der frisch gegründeten Mut-Partei. Er kommt gut beim Publikum an, kratzt aber nur an der Oberfläche. Zwischendrin schimpft er in Richtung seines Sitznachbarn Haslinger: "Wegen dieser Partei mache ich das alles hier überhaupt." Zwischen den Gängeleien gehen die anderen Parteien manchmal unter. Einige Themen schaffen es doch in die Diskussion. Redezeit pro Kandidat: anderthalb Minuten, darauf achtete Moderator Heinz Michael Vilsmeier.

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