Nicht nur für Fleisch und Wolle sind Schafe die idealen Nutztiere. Sie tragen außerdem zum Naturschutz und zur Erhaltung von vielfältigen Kulturlandschaften bei. Durch ihren selektiven Biss sorgen sie beim Fressen für eine Verdichtung der Grasnarbe, erklärt Werner Hofmann, der als Fachberater für Schafe beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Deggendorf auch für den Landkreis Straubing-Bogen zuständig ist.

Etwa 380 Mutterschafe und gut 200 Lämmer stehen auf einer Wiese in Hanglage hinter der Wallfahrtskirche Sankt Ursula in Pilgramsberg. Schafhalter Josef Schambeck aus Wiesenfelden ist zusammen mit seinem Schwiegersohn und zwei Helfern für die Tiere verantwortlich. "Zu Hause" sind diese in Wäscherszell (Gemeinde Rattiszell). Hin und wieder blökt eines, bevor es sich weiter das leuchtend grüne Gras schmecken lässt. Gelegentlich kommt ein Passant vorbei und bewundert die Ruhe, die die Tiere ausstrahlen. Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass dort gerade aktiv Landschaftspflege betrieben wird.