Landkreis Straubing-Bogen Wenn die Donau plötzlich ein "Loch" hat

Buhnen, Schiffe, Strömung: So manches an der Donau ist nicht ungefährlich. Foto: Patrizia Burgmayer

Beim Adler gibt's ein tiefes Strudelloch - diese Nachricht aus dem Bereich der Stadt Straubing hat bei manchem für Verblüffung gesorgt. Und zur Frage: Gibt es solche "Löcher" in der Donau anderswo auch? "In dieser Größe weiß ich im Landkreisgebiet keines", sagt Heribert Thöne, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Straubing-Bogen.

Kolk nennt der Fachmann eine solche Vertiefung in der Flusssohle. Es handelt sich um eine Erosionserscheinung, und beim Adler wurde zuletzt eine Tiefe von über vier Metern gemessen. Thöne überrascht das nicht: Das sei Strömungsphysik. "Wenn ein Flussbett an einer Ecke vorbei führt, dann gibt's ein Kehrwasser." Das drehe die Strömung um 180 Grad, sodass das Wasser plötzlich wieder zurück, also stromaufwärts, fließt. Bei der Bootsausbildung sei die Überraschung oft groß, "wenn es einen plötzlich auf den Adler zutreibt".

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