Ihre Stimme klingt angespannt. Ungewohnt für einen sonst so durch und durch positiven Menschen wie Dr. Johanna Etti. "Die Lage ist wirklich dramatisch", stellt die Hausärztin mit einer Praxis in Cham fest. In den Krankenhäusern seien die Kollegen längst am Limit. Und in den Arztpraxen sei die Situation nicht besser: In den Infektionssprechstunden ergeben sich reihenweise positive Tests.

"Klar gibt es auch Impfdurchbrüche, aber es sind vor allem die Ungeimpften, die das Infektionsgeschehen prägen", schildert die Ärztin ihre Eindrücke. Etti, zugleich ärztliche Koordinatorin für den Landkreis Cham, will gegensteuern: Sie hat ihre Kollegen angeschrieben und um Mithilfe bei einem Sonderimpftag gebeten. 13 Mediziner machen diesen Samstag mit.