Landkreis Deggendorf Niedrigwasser: Donau spuckt Waffen und Tresor aus

Der circa 50 x 40 Zentimeter große Tresor wurde am vergangenen Sonntag etwa 20 Meter vom Donauufer entfernt bei Ruckasing (Kreis Deggendorf) gefunden. Foto: Polizei

Hitze, Trockenheit, Niedrigwasser. Auch in der Donau ist der Pegel so niedrig wie lange nicht. Dabei gibt der Fluss einige Dinge wieder frei, die er vor Jahren verschluckte.

Badegäste profitieren von dem Niedrigwasser in der Donau. An Stellen, wo sonst nicht an gemütliches Plantschen zu denken ist, kann man sich nun ruhigen Gewissens abkühlen. Die wochenlange Trockenheit macht‘s möglich. Durch das Niedrigwasser tauchen nun alle möglichen Dinge in der Donau wieder auf. Insbesondere für Verbrecher diente der Fluss in der Vergangenheit oftmals als das ideale Versteck für Waffen und sonstige Gegenstände, wie es scheint.

Ein solcher Gegenstand ist am vergangenen Sonntag bei Ruckasing (Kreis Deggendorf) zum Vorschein gekommen. „Badegäste stolperten da förmlich über einen Tresor in der Donau“, berichtet Alexander Zitzelsberger von der Wasserschutzpolizei Deggendorf gegenüber idowa. Wie lange der Tresor bereits in der Donau „begraben“ war, darüber lässt sich nur spekulieren. Der Tresor war an der Rückseite aufgeflext und bereits stark verrostet. Ermittler der Kripo Deggendorf stehen nun vor der Herkulesaufgabe, den Tresor eventuell noch einem Verbrechen aus der Vergangenheit zuordnen zu können. Eine Sisyphosarbeit, denn an dem Tresor ist durch den starken Rost fast nichts mehr zu erkennen.

Wer erkennt den Tresor auf den Bildern wieder und kann Angaben zu seiner Herkunft machen? Hinweise nimmt die Kripo Deggendorf unter Telefon 0991/3896-0 entgegen.

Doch der Tresor war nicht der einzige Gegenstand, den die Donau am vergangenen Wochenende wieder „ausspuckte“. Ebenfalls bei Ruckasing, unweit von der Fundstelle des Tresors, wurde laut Alexander Zitzelsberger eine Pistole im Niedrigwasser gefunden. Die logische Schlussfolgerung wäre nun natürlich, dass Pistole und Tresor in direktem Zusammenhang stehen. „Das könnte man meinen, ja. Aber so einfach ist es oft nicht. Auch das gilt es für die Kollegen der Kripo herauszufinden“, berichtet Zitzelsberger. Auch bei Metten wurden zudem zwei Pistolen in der Donau gefunden. Alle drei Waffen sind derart stark verrostet, dass man auf Anhieb nicht einmal feststellen konnte, ob die Pistolen überhaupt echt sind.

Schrottfundstücke halten sich dafür bis dato in Grenzen. Zitzelsberger: „Man sollte eigentlich meinen, dass alte Fahrräder und dergleichen in Tagen wie diesen als erstes wieder auftauchen. Aber in der Hinsicht ist uns bis dato noch kein Fall bekannt.“

 

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