Alaska - da wäre er gern. "Dort würde ich mir die wunderschöne Welt anschauen", sagt Gerry Fürst, als er sich eine Zigarette anzündet und in die Ferne blickt. Der 56-Jährige träumt von einem Neuanfang. In den vergangenen Jahren hat er alle Menschen verloren, die ihm etwas bedeutet haben. Und am Alleinsein wäre er fast zerbrochen.

Seit April bewohnt Gerald Fürst, genannt Gerry, das Schloss Tannegg in Unterframmering bei Landau. Der gebürtige Berliner hat in mehreren Einrichtungen versucht, von seiner Alkoholsucht loszukommen - vergeblich. "Irgendwie war ich noch nicht soweit", resümiert er. "Aber jetzt bin ich auf dem besten Weg. So wie hier war's noch nirgends."