Kontrollaktion "BAGU" Wasserschutzpolizei in Passau prüft Schifffahrt

Die Passauer Wasserschutzpolizei hat an einer bundesweiten Kontrollaktion teilgenommen.
Die Passauer Wasserschutzpolizei hat an einer bundesweiten Kontrollaktion teilgenommen. (Symbolbild) Foto: Polizei

Zwischen dem 25. April und dem 1. Mai hat die Passauer Wasserschutzpolizei an den Aktionstagen "BAGU" teilgenommen. Bei der Aktion handelt es sich um Kontrollen zum Gewässer- und Umweltschutz.

Die Wasserschutzpolizei Passau überwachte dabei die Einhaltung der Umweltstandards in der Berufsschifffahrt und wurde dabei vom Landesamt für Umwelt unterstützt, wie die Polizei am Freitag bekannt gab. Vertreter dieser Behörde nahmen an einem Kontrolltag in Passau teil und kümmerten sich im Nachgang auch um die Analysen sichergestellter Wasserproben aus Schiffskläranlagen.

Insgesamt wurden in den sieben Tagen zwei Gütermotorschiffe und elf Fahrgastkabinenschiffe genauer unter die Lupe genommen. Ein großes Anliegen war dabei die ordnungsgemäße Funktion der Bordkläranlagen und der Sammeltanks. Da bei zwei Kreuzfahrtschiffen das Filtrat, das nach der Klärung in die Donau geleitet wird, aufgrund des Geruchs und der Verfärbung auffällig war, wurden entsprechende Proben entnommen. Das endgültige Analyseergebnis steht noch aus.

Bei einem weiteren unter Schweizer Flagge fahrendem Kreuzfahrtschiff war bereits bei der ersten Sichtprüfung klar, dass das Abwasser des Schiffs nahezu ungeklärt in die Donau eingeleitet wurde. Die Anlage war zwar grundsätzlich in technisch gutem Zustand, es lag aber offenbar ein gravierender Bedienfehler vor. Eine weitere Einleitung wurde daher unterbunden, die Kläranlage geprüft und ein Strafverfahren wegen Verdachts des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen eingeleitet.

Bei einem Güterschiff wurden nicht nur fehlende Bescheinigungen festgestellt, es befanden sich auch erhebliche Umschlagsrückstände auf dem Gangbord. Dies sollte natürlich nicht der Fall sein, da diese Perlitrückstände auch nicht in der Donau landen sollten. Derzeit werden sieben Ordnungswidrigkeiten- und eine Strafanzeige bearbeitet, deren Ausgang von den Analyseergebnissen abhängt. 

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